MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christine Rustler

Die „Karten“-Verkäuferin

Christine Rustler

mit Ehemann Reiner
Facharbeiter für Kartographie
99095 Erfurt OT Schwerborn

Einmal weit weg reisen und dann das Ganze auch genießen, das wünscht sich Christine Rustler aus Erfurt. Zusammen mit ihrem Mann Reiner (Diplom-Sportlehrer, Trainer und nach der Wende verantwortlich im Tageszeitungsvertrieb), mit dem sie seit 1979 verheiratet ist, träumt sie von einer Reise nach Neuseeland und Australien. Christine und Reiner Rustler haben zwei Söhne (Martin und Robert) sowie inzwischen einen Enkel und eine Enkeltochter. Ursprünglich wollte Christine Rustler, geboren 1959 in Erfurt, Hebamme werden, entschied sich aber, nach Abschluss der 10. Klasse eine Lehre zur Facharbeiterin für Kartographie zu machen. Sie absolvierte eine zweijährige Ausbildung beim VEB Geodäsie und Kartographie in Gotha. Christine Rustler schwärmt noch heute von einer herrlichen Lehrzeit. Sie gravierte und zeichnete später topografische Karten, die für die Nationale Volksarmee (NVA) bestimmt waren. Als die Wende kam, erhielt sie nach Rückkehr aus dem Urlaub per Post unerwartet die Kündigung. Damals befand sie sich im 15. Dienstjahr. Ihr Betrieb, der dem Ministerium des Inneren unterstanden hatte, wurde völlig umstrukturiert. Da sie aber als Kandidatin für den Betriebsrat aufgestellt worden war, stand sie unter Kündigungsschutz, so dass ihre Kündigung damit hinfällig wurde. Es erfolgte die Umsetzung in den Kartenvertrieb Bis heute verkauft sie topografische Karten sowie auch Wanderkarten für Thüringen. Sie hat viel Kontakt zu Menschen, was ihr sehr gut gefällt. „Der Arbeitstag vergeht dadurch wie im Flug“, sagt Christine Rustler begeistert. Ehemann Reiner, der vor der Wende Spieler und später Trainer beim FC Rot-Weiß Erfurt war, fand ebenfalls ein neues Betätigungsfeld für zwei Jahrzehnte bei einem Zeitungsvertrieb. Nach seiner betriebsbedingten Kündigung kehrte er zu seinen Fußball-Wurzeln zurück und wurde für einen befristeten Zeitraum bei einem Thüringer Sportverein ehrenamtlicher Trainer. Seit 2015 ist er beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Fahrdienst beschäftigt. Seinem Verein Rot-Weiß Erfurt hält der einstige Student der DHfK Leipzig jedoch bis heute die Treue. Beide Rustlers, die im Erfurter Ortsteil Schwerborn zu Hause sind, sind stolz auf die Familie, haben Freude mit den Enkelkindern und lieben ihren Garten. Dort verbringen sie viel Freizeit und pflegen darüber hinaus ihren Freundeskreis. Regelmäßig gehen Christine und Reiner Rustler in die Sauna, um sich fit zu halten. Glück bedeutet für die Erfurter, wenn alle ihre Lieben gesund sind und Arbeit haben, die sie ausfüllt und zufrieden macht. Haben sie als Eltern einst ihre Kinder unterstützt, so können sie heute auf die Hilfe ihrer Söhne bauen. Als Reiner Rustler arbeitslos war, wurde dies ganz deutlich. Der Nachwuchs war da, wenn Hilfe vonnöten war, und motivierte, was die Familie noch enger zusammenschweißte. Während der älteste Sohn Martin beim DRK- Kreisverband Erfurt als Vorstandsvorsitzender seinen Mann steht, lebt Robert in Wiesbaden und ist dort als Justitiar tätig.
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