MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Helmut und Karin Rudolph

Engagiert sich für das Recht der Bauern

Helmut und Karin Rudolph

Rinderzuchtmeister
Fuhrunternehmer
99095 Erfurt OT Mittelhausen

Seit mehr als 20 Jahren setzt er sich mit seinem Verband für die Erhaltung von Privateigentum im ländlichen Bereich ein. Helmut Rudolph aus Mittelhausen, einem Ortsteil von Erfurt, ist Vorstandsmitglied im Verband unabhängiger privater Bauern und Landeigentümer Thüringens (VBLT). Als dessen engagierter Sprecher streitet er bis heute gerichtlich um Land, um Bauern zu ihrem Recht zu verhelfen. Der Rinderzuchtmeister und Fuhrunternehmer, der seit 1972 mit seiner Frau Karin (Facharbeiter für Datenverarbeitung) glücklich verheiratet ist, ist ein kritischer und politisch interessierter Mensch. Unrecht mache ihn zornig, erklärt der Vater von zwei Kindern (Maik, geboren 1972; Janet, geboren 1974) und Opa von vier Enkeltöchtern. Als Bauernkind 1953 in Mittelhausen zur Welt gekommen, hat sich Helmut Rudolph schon immer in der Landwirtschaft zu Hause gefühlt. Er arbeitete 21 Jahre in der örtlichen LPG in der Tierproduktion. Nach zwei Jahrzehnten war damit 1990 Schluss für ihn. „Aus politischen Gründen wurde ich rausgeschmissen“, blickt der Thüringer zurück. Und er erinnert sich an Demonstrationen vor dem Haus des damaligen LPG-Vorsitzenden, an denen mehrere hundert Bauern teilgenommen hatten. Es ging um Differenzen, um Landvermögensauseinandersetzungen, denen gerichtliche Prozesse folgten. Um beruflich wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen ¬– denn es musste ja irgendwie weitergehen – meldete Helmut Rudolph 1991 ein Gewerbe an und arbeitete als Fuhrunternehmer. Im Jahr 1993 wollte er sein Fuhrunternehmen erweitern und Kies auf seinem Land abbauen. Als er die Anträge für die Kiesgewinnung auf seinem Land einreichte, musste er feststellen, dass die Treuhand seinen Kies durch Vergabe der „Schürfrechte“ zu einem Preis von 3 Cent pro Tonne Kies bereits verkauft hatte. So wurde es 1991 im Einigungsvertrag geregelt, allerdings nur für den Osten Deutschlands, erzählt er. Indessen hat er wieder Hoffnung. Kanzlerkandidat Martin Schulz schreibt ihm am 19.02.2015: „ Die Wiedervereinigung war ein enorm wichtiger Schritt, nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa. Dennoch war dieser Prozess eine rein deutsche Angelegenheit, weshalb auch die Konsequenzen von deutschen Behörden und Finanzmitteln getragen werden müssen. Daher existieren auf europäischer Ebene keine Geldmittel um die Benachteiligten der Wiedervereinigung zu entschädigen. Aus diesem Grund ist eine Unterstützung durch das Europäische Parlament oder Martin Schulz nicht möglich. Bitte haben Sie dafür Verständnis.“ Jetzt hofft Helmut Rudolph auf die Unterstützung der SPD und von Martin Schulz – auch wenn er kein Kanzler wird. Helmut Rudolph hebt hervor, dass seine Frau ihn am meisten in seinem Leben unterstützt hat. Denn für die Rechte der Bauern zu kämpfen, das habe in den vergangenen 25 Jahren viel Kraft und Nerven gekostet.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz