MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Siegfried Ruppelt

Mit Sport und Arbeit fit gehalten

Siegfried Ruppelt

Landwirt
Hermsdorf 26
09661 Rossau OT Hermsdorf

Seine Eltern waren Landwirte, so dass für den 1942 im Mittweidaer Krankenhaus zur Welt gekommenen Siegfried Ruppelt feststand, die Arbeit auf dem Feld, im Stall würde auch sein Leben bestimmen. Als der Vater im Krieg blieb, bewirtschaftete die Mutter mit Opa und später Stiefvater den Hof, auf dem der junge Siegfried ganz selbstverständlich in die Arbeit einbezogen wurde, auch wenn er im Nachbarort Ringethal acht Jahre die Schule zu besuchen hatte. Zwei Jahre vermittelte die Berufsschule in Mittweida zudem theoretische Kenntnisse. Aber dann denkt der Mensch unabhängig vom vorgeprägten Lebensweg, er hatte zudem Ambitionen im sportlichen Bereich. So meldete er sich freiwillig zur Volksarmee (NVA), diente zweieinhalb Jahre bei den Grenztruppen in Thüringen. Doch schlug er nicht die angedachte Laufbahn als Sportoffizier ein, sondern kehrte in die mittelsächsische Heimat zurück, übernahm mit 25 Jahre die Verantwortung für den Hof, auch wenn die Felder inzwischen gemeinschaftlich bewirtschaftet wurden. Die neugegründete Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG), in der er als Mitglied aufgenommen wurde, agierte zu der Zeit noch als Typ I, bei dem jeder sein eigenes Vieh versorgte. Die LPG „Goldene Höhe“ Hermsdorf wandelte sich Anfang der siebziger Jahre zum Typ III. Nun war auch das Großvieh vergesellschaftet. Siegfried Ruppel arbeitete überwiegend als Traktorist, auch als sich die Genossenschaften zusammenschlossen und seine Arbeit sich im Rahmen der Kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) Seifersbach abspielte. Als die DDR im Herbst 1989 in Aufruhr geriet, war ihm wichtig, die Arbeit nicht zu vernachlässigen. Aus der LPG wurde letztendlich die Agrargenossenschaft Rossau e. G., in deren Milchställen Siegfried Ruppelt bis zum Jahr 2007 als Melker tätig war. Zudem betrieb er seit 1990 wieder auf 15 Hektar eigene Landwirtschaft im Nebenerwerb, inzwischen an den Sohn übertragen. Seine Frau Katrin (Heirat 1965) ist bereits 1991 verstorben. Die beiden Söhne (Andreas 1966 und Heiko 1971), dazu der Enkel bilden heute seine Familie. Die Liebe zum Sport ist geblieben. Ihn beeindruckten vor allem jene, die auf den Ausdauer erfordernden Langstrecken (zu Fuß oder mit Skiern) unterwegs waren. Achtmal nahm er selbst am traditionellen Rennsteiglauf teil. Aber auch als Turner war er aktiv und hält sich heute vor allem mit Tischtennisfreunden fit.
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