MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Hermann Rudolph

Auf und hinter der Bühne

Hermann Rudolph

Heringsdorfer Str. 3
12619 Berlin

Kettenwirker war die Berufsbezeichnung mit dem Hermann Rudolph 1951 seine Ausbildung in der Textilindustrie abschloss. Bereits zu diesem Zeitpunkt war er als Ruderer im Verein aktiv. „Wir Sportler mussten uns im Winter einen Ausgleichssport suchen“ – so kam er zu einer Gymnastikgruppe. Durch Zufall war dies eine künstlerische Gruppe, die auch tänzerische Elemente lehrte. Es dauerte nicht lange und die Tanzlehrerin entdecke sein besonderes Talent. Nur ein Jahr nach seiner Lehre schrieb sich der junge Mann an der staatlichen Fachschule für künstlerischen Tanz Berlin ein. Diese existierte zu dem Zeitpunkt gerade ein Jahr, mittlerweile feiert sie ihr 60-jähriges Bestehen. Nach vier Jahren war Hermann Rudolph Bühnentänzer. Er tanzte an der Oper in Leipzig, an der komischen Oper in Berlin, war Ballett-Meister in Potsdam, Trainer und Choreograf am Friedrichstadt-Palast Berlin. Zwischenzeitlich besuchte er Kurse über Ballett-Methodik. Später in seiner beruflichen Laufbahn bekam er ehrenhalber den Ballettmeistertitel verliehen. Sein Unterstützer Gerhard Meyer, Generalintendant in Potsdam ging ans Opernhaus in Chemnitz und berief Hermann Rudolph dorthin. Zehn Jahre blieb er in dieser Stadt, damals noch Karl-Marx-Stadt benannt. Er war verantwortlich für die Ballette „Dornröschen“ (Tschaikowski), Abraxas (Werner Egk) und die Uraufführung von „Die 3 Schwangeren“ (Rossini). Darauf folgend arbeitete er als freischaffender Choreograf in Berlin, erarbeitete das große Ballett „Romeo und Julia“ und inszenierte sein Ballett "Die 3 Schwangeren" an der Staatsoper“, wofür er den Kunstpreis der Berliner Zeitung erhielt. Im Anschluss ging er für 14 Jahre als Ballett Direktor zurück nach Chemnitz zu seinem Unterstützer Meyer. 1998, nach 45 Jahren Berufstätigkeit, zog er sich in den Ruhestand zurück. Heute geht Hermann Rudolph nur noch als Zuschauer ins Theater oder in die Oper. 1975 war er von der DDR für 6 Monate als Austauschstudent nach Cuba zu einem postgradualen Studium delegiert worden. So trainierte und hospitierte er auch am National Ballett in Havanna. Dieser Lebensabschnitt ließ sein Interesse für die Kultur anderer Länder aufflammen. Sein größter Wunsch ist es noch eine Reise nach Japan zu machen. Bis dahin hält er sich rege, indem er regelmäßig Qi Gong trainiert.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz