MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Hans-Jörg Ruge
Friedrich Schiller zum Gedenken
Museumsinhaber, Historiker
Windischenstraße 8
99423 Weimar
Fon: 03643 / 776136
Der große deutsche Dichter Friedrich Schiller ist das Vorbild des Historikers Hans-Jörg Ruge. Seit dem 9.Mai 2009, dem 204. Sterbetag des Weimarer Klssikers, führt er in privater Regie ein kleines Museum zu Ehren seines Idols, auf das dieser sicher stolz gewesen wäre. Vor diesem Schritt in die Selbständigkeit hatte Herr Ruge bereits ein sehr bewegtes berufliches Leben hinter sich. 1953 in Zimmernsupra bei Erfurt geboren, begann er nach dem Abitur und dem Wehrdienst ein Pädagogikstudium für die Fächer Geographie und Geschichte an der renommierten Berliner Humboldt-Universität, was er jedoch 1977 aus freien Stücken abbrach. Es folgten Tätigkeiten in einem Gestüt und im Forst, 1978 ließ sich Herr Ruge für 30 Jahre in Gotha nieder. Im glei-chen Jahr begann er ein Fernstudium , welches er drei Jahre später als Diplom-Historiker abschloss. Er wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gothaer Museen, später Fachdirektor. 1990 schloss Hans-Jörg Ruge seine Aspirantur an der Universität Jena, die den Namen Schillers trägt, als Dr. phil ab. Nach der Wende in der DDR war er wissen-schaftlicher Archivar beim Thüringischen Hauptstaatsarchiv, nachdem er 1993 noch ein postgraduales Studium als Facharchivar beendete. 2008 löste Dr. Hans-Jörg Ruge dieses Arbeitsverhältnis auf, um im Jahr darauf sein eigenes, privat geführtes Schillermuseum zu eröffnen. Im Haus in der Windischenstraße 8 lebte der Dichter von 1799 an für ca. 2,5 Jahre. Die gezeigten Exponate umfassen Werkausgaben, alte Stiche, historische Land- und Ansichtskarten, Münzen, Medaillen und vieles mehr. Dr. Hans-Jörg Ruge plant darüber hinaus, halbjährlich zum Geburts- und Todestag Schillers ein neues Ausstellungsthema vorzu-stellen und möchte auch mehr zur Geschichte des Hauses berichten. Das Museum ist ein reines Einzelunternehmen, der Inhaber erledigt alles selbst, von der Auswahl der Exponate bis hin zur Aufsicht. Auch privat besucht Herr Ruge gerne Museen aller Art, er mag das Theater und ist gern gesehenes Mitglied in etwa zwanzig Vereinen und Freun-deskreisen von Weimar bis Berlin, von der Goethe-Gesellschaft bis zum Förderkreis der Kunstsammlungen im Weimarer Schloss. Obwohl er erst mit 55 Jahren dorthin zog, war sein „gesamtes Leben auf Weimar ausgerichtet“, schmunzelt der Wissenschaftler. Noch lange sein kleines Schiller-Reich führen zu können, das ist sein größter Wunsch.