MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Lilli Rotter

Ein erfülltes Berufsleben

Lilli Rotter

Kinderkrankenschwester, Medizinpädagogin
99423 Weimar

Sie schreibt noch immer Tagebuch. Vor fast zwei Jahrzehnten hat Lilli Rotter aus Weimar damit begonnen. Ein glückliches und erfülltes Berufsleben liegt hinter der gelernten Kinderkrankenschwester und späteren Medizinpädagogin. Lilli Rotter wurde 1940 in Weimar geboren und lebt bis heute gerne in ihrer Heimatstadt. Inzwischen verwitwet, ist sie stolz auf ihre berufliche Entwicklung. Lilli Rotter, die von 1992-2004 mit ihrem Erwin (Lehrer, gestorben 2004) verheiratet war, fährt in hohem Alter noch Auto und macht gern Handarbeiten. Ihr größter Wunsch ist es, einmal in Urlaub zu fahren, am liebsten ganz weit weg – nach Amerika. Diesen Traum möchte sie sich unbedingt erfüllen. Gesundheitlich war das bisher nicht möglich. Ursprünglich wollte sie nach ihrer Schulzeit (1947-1955) Kindergärtnerin werden. Sie ließ sich aber zweieinhalb Jahre lang zur Säuglings- und Kinderpflegerin in der Kinderklinik Weimar ausbilden. Lilli Rotter sammelte in mehreren Kliniken berufliche Erfahrungen, ebenso in einer Kinderkrippe und in einem Kinderheim. An der Medizinischen Fachschule in Erfurt machte sie eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester (zwei Jahre) und kehrte danach in ihre Heimatstadt zurück. Hier war sie von 1961-1965 in der Kinderklinik beschäftigt, wurde Lehrmeisterin (bis 1972) und nach Potsdam delegiert, um ihre Medizinpädagogin zu machen. Nach einem halben Jahr Direktstudium unterrichtete Lilli Rotter an der Medizinischen Fachschule in Weimar. Sie lehrte Fächer von der Ersten Hilfe bis zur Ernährungslehre und blieb über die Wende hinaus bis zum Eintritt in die Rente (im Jahr 2000) an dieser Einrichtung. Aufgrund ihrer jahrzehntelangen Berufspraxis wurde ihr der Fachhochschulabschluss als Lehrer anerkannt. Ihr Wissen an Jüngere weiterzugeben, empfand Lilli Rotter als großes Glück, sagt sie heute. Ihre erste ehemalige Klasse von 1965 trifft sie heute noch. Es war und ist ein enger Zusammenhalt zwischen ihr und ihren ehemaligen Schülerinnen. „Wir haben jedesmal viel Spaß und sind inzwischen zusammen alt geworden“, sagt sie lachend. Für ihr pädagogisches Engagement erhielt sie einst mehrfach Auszeichnungen, auch mit der Pestalozzimedaille wurde die anerkannte und geschätzte Medizinpädagogin für ihre Verdienste geehrt. Lilli Rotter ist kinderlos, hat eine Katze, weil sie sehr tierlieb ist. Sie möchte für die Zukunft einigermaßen gesund bleiben, um weiterhin ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Mit ihren kirchlich gebundenen Verwandten pflegt sie gemeinsame Traditionen, zum Beispiel das Frauenfrühstück. Als ihre Mutter sehr krank wurde, ging Lilli Rotter verkürzt arbeiten, um für ihre Mutter da zu sein. Sie gilt als sehr hilfsbereiter Mensch, der Gleichgültigkeit ablehnt. In ihrem Haus, erbaut 1928, fühlt sie sich wohl. Es ist ein Stück Familiengeschichte, die sie nicht missen möchte.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz