MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dietmar Rudolph
„Hallo, hier ist der schönste Mann von Borna und Umgebung!“,
Ehemaliger Instandhaltungsmechaniker
Rangier- und Fahrdienstleiter
Versicherungsfachmann und Bezirksverkaufsleiter bei der DEVK
Brauhausstr. 8
04552 Borna
Fon: 03433 / 204253
Fax: 03433 / 260118
Internet: www.dietmar-rudolph.devk.de
E-Mail: Dietmar.Rudolph(at)vtp.devk.de
oder: „Hier ist der ‚Held der Arbeit’ in Ruhe!“, so meldet sich manchmal Dietmar Rudolph scherzhaft am Telefon.
Geboren wurde er 1962 im sächsischen Colditz, gelegen an der Mulde. „Man hat mich im Schloss gefunden, das damals ein Krankenhaus war“, lächelt Dietmar Rudolph. Wohlbehütet wuchs er bei den Eltern und Großeltern auf. In den Kindergarten musste er nie, aber in die Schule. Ab der 2. Klasse trieb er einen ungewöhnlichen Sport, nämlich Judo, trug sogar den „Braunen Gürtel“, der ein Schülergrad ist. Nach Abschluss der 10. Klasse 1978 entschied sich der gebürtige Sachse, den Beruf des Instandhaltungsmechanikers für Tagebaugroßgeräte zu erlernen. Nach der Lehre und dem Armeedienst arbeitete er im Braunkohlentagebau. „Das war ein Knochenjob. Wir hatten kaum technische Hilfsmittel für den Transport von schweren Geräten, hatten gerade mal ein paar Flaschenzüge“, erinnert sich Dietmar Rudolph. 1988 reichte es ihm. Er suchte eine neue Beschäftigung und fand sie bei der Deutschen Reichsbahn (DR). In Colditz wurde er Rangierarbeiter, dann Rangierleiter, holte die Facharbeiterschule nach. Bis 1995 war er bei der Aufsicht des Wagendienstes und als Fahrdienstleiter tätig. Danach legte die Bundesbahn (DB) des inzwischen vereinigten Deutschlands aus Sparsamkeitsgründen einige Strecken still. Bei der Bahn gäbe es keine betriebsbedingten Kündigungen, sagte man zu Dietmar Rudolph. Er könne doch nach Hamburg, Frankfurt am Main, Köln oder München umziehen. „Da platzte mir der Kragen. Ich war nicht bereit, irgendwohin zu ziehen. Ich war doch nicht in einem Wanderzirkus“, sagt er. 1995 standen für ihn alle Signale auf „Rot“. Er fühlte sich auf das Abstellgleis abgeschoben. Doch es gab eine Weiche zur Hauptstrecke.
Schon seit 1992 war Dietmar Rudolph nebenberuflich für die Deutsche Eisenbahn-Versicherungskasse (DEVK) tätig. Diese Arbeit machte er ab 1995 zum Hauptberuf, legte später die Prüfungen zum Versicherungskaufmann ab. „Ich fing mit 400 Kunden an, jetzt sind es 14.000“, sagt er stolz. 15 Jahre war Dietmar Rudolph in der Freiwilligen Feuerwehr Colditz aktiv und sitzt im Aufsichtsrat der Arbeiterwohngemeinschaft (AWG). Arroganz und Dinge, die er nicht ändern kann, ärgern ihn. Glücklich ist der Vater von Nadine und Markus, wenn Harmonie in der Familie herrscht. „Ein Tag ist für mich gut, wenn ich andere glücklich gemacht habe“, lautet sein Credo.