MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Thomas Rothe

Bauen lernen in den Karpaten

Thomas Rothe
Bauunternehmer

Constructor Bau GmbH 
Scheffelstraße 2
98693 Ilmenau
Fon: 03677 / 461826
Internet: www.constructorbau.de
E-Mail: thomas.rothe(at)constructorbau.de

Bauingenieur studieren kann man überall. Wer wie Thomas Rothe in der rumänischen Provinz studiert, bekommt einen ganz besonderen Blick auf das Leben mitgeliefert. Geboren 1963 in Regis-Breitingen in Sachsen, zog er mit sechs Jahren nach Geschwenda in Thüringen. Die Eltern wollten weg aus dem Braunkohlerevier und in einer gesünderen Gegend leben und entschieden sich für die Heimat des Großvaters. Das Wohnhaus baute die Familie selbst, sodass Thomas Rothe schon viele Erfahrungen im Bauwesen sammelte. Ein Lehrer der Schule in Ilmenau schlug ihn für ein Studium im Ausland vor. Mit jugendlicher Abenteuerlust sagte er zu und besuchte zur Vorbereitung die „Arbeiter-und-Bauern-Fakultät“ (ABF) in Halle. Am liebsten hätte er in der Sowjetunion studiert, zumal er natürlich Russisch aus dem Schulunterricht konnte. An allerletzter Stelle der Wunschliste hatte er Rumänien genannt – und wurde prompt nach Rumänien geschickt, auch dort nicht wie angegeben nach Bukarest, sondern nach Cluj-Napoca, das ehemalige Klausenburg. Das Studium brachte neben guter Fachqualifikation vor allem Lebenserfahrung: aus allem das Beste zu machen. Weil Lebensmittel rationiert waren, transportierten die Studenten von jedem Urlaub in der Heimat 50 bis 100 Kilo Konserven und haltbare Wurst in einer 36-stündigen Bahnfahrt an den Studienort. Und Thomas Rothe lernte seine Frau kennen, die dort Medizin studierte. Gemeinsam unternahmen sie viele Wanderungen und erkundeten das landschaftlich schöne und interessante Land des Karpatenbogens. Sportlich engagiert sich Rothe auch noch heute: Im Biathlonverein Frankenhain ist er Mitglied in der Sektionsleitung mit rund 300 Aktiven. Nach Abschluss des Studiums bekam er 1987 eine Stelle bei der VEB Bau Ilmenau zugeteilt. Nach der Wende wurde er als Bauleiter im Nachfolgebetrieb angestellt, bis dieser 1995 Insolvenz anmeldete. Auch die nächste Firma ging 1998 in Konkurs. Eine neue Anstellung als technischer Betriebsleiter der Baufirma B+B hielt bis 2002. Danach hatte er genug von abhängiger Beschäftigung und fühlte sich erfahren genug, das Risiko eines eigenen Unternehmens zu tragen. 2003 machte er sich mit der Firma Constructor Bau selbstständig. Das Hochbau-Unternehmen, das mittlerweile 18 Mitarbeiter zählt, errichtet Wohn- und Gewerbeobjekte. Zu den markantesten Projekten zählt die DKB-Skihalle in Oberhof und die Assisi-Schule in Ilmenau.
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