MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. med. Brunhilde Rothenberger

100 Jahre will sie werden

Brunhilde Rothenberger

Thomas-Müntzer-Straße 31
08060 Zwickau
Fon: 0375 / 522290

Ursprünglich wollte sie in der Landwirtschaft Fuß fassen und einen Bauern heiraten. Doch es kam alles ganz anders für Dr. med. Brunhilde Rothenberger, geborene Burkhardt, aus Zwickau. Sie wurde Ärztin, war verheiratet mit Franz Rothenberger (1960-2003, Buchhalter, gestorben mit 72 Jahren), hat zwei Kinder und drei Enkel. Sohn Thomas, geboren 1961, ist Diplomingenieur, und Tochter Katrin, 1963 zur Welt gekommen, Gynäkologin. 1936 geboren, ist Brunhilde Burkhardt 1943 als Kriegskind eingeschult worden und besuchte bis 1951 die Grundschule. 1951-1955 ging sie zur Erweiterten Oberschule (EOS) und machte ihr Abitur. Danach sammelte sie ein Jahr als Hilfslaborantin Erfahrungen im Geraer Bergbaukrankenhaus, bevor die junge Frau 1956-1963 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Medizin studierte. Es folgten nach dem Staatsexamen berufliche Stationen im Zwickauer Heinrich-Braun-Krankenhaus (1963-1964) und im Bergbau als Betriebsärztin (1965). Ihre Facharztausbildung für Anästhesie und Intensivmedizin absolvierte Brunhilde Rothenberger 1966-1969 im Heinrich-Braun-Krankenhaus ihrer Heimatstadt. 1972 wurde sie dort Oberärztin und arbeitete in der Anästhesie der Einrichtung bis Ende 1997. „Mich wirft so leicht nichts um, ich bin stressresistent“, sagt Brunhilde Rothenberger, die 1979 an der Akademie für ärztliche Fortbildung in Berlin promoviert hat. Zu lieben und geliebt zu werden, Zufriedenheit und Wohlbefinden empfindet die naturverbundene Ärztin im Ruhestand als Glück. Sie ist stolz auf ihre Kinder, liebt die Südtiroler und Schweizer Berge, aber auch die Insel Rügen und die Ostsee. Wenn sie kluge Menschen um sich weiß, mit denen sich Brunhilde Rothenberger unterhalten kann, ist sie glücklich. Sie geht gern spazieren im Grünen, liebt die Bewegung, hat in jüngeren Jahren leidenschaftlich gern Volleyball und Handball, aber auch Tischtennis gespielt. Als Vorbilder nennt sie neben Hochschullehrern, die sie in Jena während ihrer Studienzeit unterstützt und gefördert haben, den verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Schmidt als den Prominentesten. Brunhilde Rothenberger schätzt an anderen Menschen Ehrlichkeit und Offenheit, Spontanität - so wie sie selbst ist. Die Zwickauerin will 100 Jahre alt werden und das möglichst bei guter Gesundheit. Dies ist ihr größter Wunsch. Ihr Lebensmotto heißt „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“. Das Zitat des Dichterfürsten Goethe sei aber nicht immer leicht umzusetzen, erklärt sie dazu. „Gut zu sein, kann manchmal schwieriger als eine Weltumsegelung sein“, zieht sie einen Vergleich.
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