MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. Jörg Roesler

Meine Forschung ist mein Leben

Jörg Roesler
Diplom-Wirtschaftshistoriker

Mellenseestraße 46
10319 Berlin
Fon: 030 / 5124906
E-Mail: joerg-roesler(at)t-online.de

Jörg Roesler kam am 25. November 1940, also noch mitten im Krieg, in Berlin zur Welt. Nach Schulbildung, Abitur und einem praktischen Jahr in einer Brauerei konnte er 1959 schließlich ein fünfjähriges Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Humboldt-Universität aufnehmen. Ein Traum ging in Erfüllung! Ursprünglich wollte er ja Geograph werden, doch die Vorlesungen im Fach Wirtschaftsgeschichte gefielen ihm ausnehmend gut, und so spezialisierte er sich auf diesem Gebiet und wurde nach erfolgreichem Abschluss Diplom-Wirtschaftshistoriker. Es folgte dann eine Zeit als Assistent und als Oberassistent und 1968 seine Promotion. In den Jahren 1970/71 delegierte man ihn zu einem Auslandsaufenthalt an die Universität in Leningrad, heute Petersburg. Danach wirkte er wieder in Berlin, habilitierte 1975 zum Dr. sc. oec. und wurde schon ein Jahr zuvor, also 1974, Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der DDR, baute dort eine Abteilung mit einem eigenen Forschungsbereich auf und hielt parallel dazu Vorlesungen zur Wirtschaftsgeschichte in den sozialistischen Ländern an der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst. Seine Forschung auf diesem trächtigen, erkenntnisreichen Gebiet war und ist bis heute sein Leben. Aber der erfolgreiche Forscher hat auch durch die politische Wende 1989 Rückschläge einstecken müssen wie so viele Intellektuelle aus der damaligen DDR. – Bis 1990 entstanden zunächst drei Gemeinschaftsbücher über die Industriegeschichte der DDR. Im selben Jahr erhielt er einen sogenannten Abwicklungsvertrag. Doch schon ein Jahr später wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Zentrum für zeithistorische Forschung in Brandenburgs schöner Landeshauptstadt Potsdam. Dort wirkte er bis ins Jahr 1995 – und da wurde er „wegen Unfähigkeit zur wissenschaftlichen Forschung auf sozial-historischem Sachgebiet“ einfach entlassen! Zum Glück hat ihn das nicht umgeworfen; von nun an folgte sein selbst organisierter wissenschaftlicher Aufstieg mit Gastvorlesungen in Liverpool, Montreal, Toronto und in Oregon in den USA im Jahr 2006. Dazwischen gab er eine ganze Reihe wissenschaftlicher Publikationen heraus; immer wieder auf seinem Lieblingsfeld der Wissenschaftsgeschichtsforschung „ackernd“. 2003 schließlich ging er in den verdienten Rentenstand. Seit 1964 ist der Professor mit seiner Frau Bärbel verheiratet, hat zwei Kinder, Sohn und Tochter, und mittlerweile vier Enkelkinder.
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