MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Helma und Sven Ritter
Ein starkes und gut abgestimmtes Team
Tanzlehrer
Tanzschule Helma Ritter GbR
Hardenbergstraße 64
04275 Leipzig
Internet: www.ritter-dance.de
Helma Ritter will eigentlich Ärztin werden, aber es kommt anders. Nach erfolgter Ausbildung zur Krankenschwester beginnt sie ein Medizinstudium, das sie wegen ihrer Eheschließung mit einem Tanzlehrer aber nach dem Physikum abbricht. Sie wird ausgebildete Tanzlehrerin.
Bei Sven dreht sich schon als Kind alles um das Tanzen. Nach dem Abitur gehen seine Interessen allerdings kurzzeitig in die Richtung Design. Das Studium bricht er ab und arbeitet beim Messebau in Düsseldorf. Es zieht ihn aber bald zurück zum Tanz. Er wird Tanzlehrer und beginnt an der von der Mutter 1980 gegründeten Schule zu unterrichten. Heute betreiben sie zwei Tanzschulen in Leipzig und Wurzen. Auf die Frage, warum gerade Tanz, bekommt man von beiden die Antwort: „Wenn man die neuen Bewegungsformen einigermaßen beherrscht, kann man wunderbar loslassen, abschalten, bekommt Körper und Seele frei“. Wenn die beiden Tanzlehrer das bei ihren Kursteilnehmern umsetzten, dann haben sie ihr Ziel erreicht. Allerdings legen beide darauf großen Wert, dass in einer Tanzschule auch etwas gelernt wird, deshalb ist Disziplin erforderlich. Alle Kursteilnehmer bezahlen viel Geld und haben ein Recht auf ordentliche Leistung. Sie arbeiten immer gemeinsam im Unterricht, tanzen vor oder helfen den Schülern als Partner. Und sie nehmen sich Zeit für „scheinbar schwierige Fälle“. Bei Sonderkursen, wie Salsa, Tango oder Swing, wird der Zulauf zum Glück immer größer. Es freut die beiden Tanzlehrer, dass der Gesellschaftstanz wieder ins Bewusstsein der Menschen rückt und gesellschaftsfähig wird. Und das nicht etwa nur aus wirtschaftlichen Interessen, sondern vor allem, weil Tanz Ausdruck von Lebensfreude ist.
Trotz aller Übereinstimmungen auf dem Tanzparkett, in der Freizeit trennen sich ihre Interessen. Während Helma Ritter die Belletristik bevorzugt, klassische Musik liebt und gern ins Gewandhaus oder die Oper geht, zieht es Sven mehr zur moderneren Musik.
In der Firma trägt er die Verantwortung für alle Werbeartikel, wie Plakate, Visitenkarten und ähnliches. „Die Semester des Designstudiums waren nicht umsonst“, ergänzt die Mutter. In ganz freien Stunden gehen beide ihren speziellen Hobbys nach. Die Chefin greift zur Handarbeit, während der Filius die Acrylmalerei liebt.