MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr.-Ing. Eberhard Rießland

Maßstäbe in der E-Technologie gesetzt

Eberhard Rießland

Entwicklungsingenieur in der Elektrotechnik Bernhardstraße 154 01187 Dresden Fon: 0351 / 4010954

Dresden wurde 1935 zur Geburtsstadt von Eberhard Rießland. Als Sohn eines Klempnermeisters wuchs er in der Elbmetropole auf und besuchte dort bis 1949 die Schule. Nach der 8. Klasse lernte er im „Sachsenwerk“ Elektromaschinenbauer. Bei seinem Studium an der Ingenieurschule für Elektrotechnik „Fritz Selbmann“ in Mittweida lernte er Gerda kennen. Die spätere Hochschulingenieurin heiratete er 1959. Nach seinem Ingenieurabschluss 1957 arbeitete Eberhard Rießland im Luftfahrtforschungszentrum Dresden, dem späteren Zentralinstitut für Automatisierung, als Entwicklungsingenieur und Gruppenleiter. Seine Spezialität waren Wechselstrom-Kleinmotoren sowie deren Steuer- und Regelung zu entwickeln. In dieser Zeit meldete der Entwicklungsingenieur 32 Patente an. 1963 wechselte Eberhard Rießland als Gruppenleiter zum Volkseigenen Betrieb Elektromat Dresden. In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung befasste er sich mit technologischen Spezialausrüstungen für elektronische Bauelemente und entwickelte auf diesem Gebiet ebenfalls wieder viel selbst. Nebenbei absolvierte Eberhard Rießland bis 1967 ein Fernstudium an der Ingenieurschule für Feinwerktechnik Jena. An der Technischen Universität Dresden verteidigte er 1974 nach einem weiteren Fernstudium in der Fachrichtung Technische Kybernetik erfolgreich seine Diplomarbeit über chopperstabilisierte Operationsverstärker. Als Diplom-Ingenieur leistete Eberhard Rießland seit 1976 entscheidenden Anteil am Entwurf des ersten in Deutschland industriell produzierten luftgelagerten permanenterregten Linearschrittantriebes und der Überleitung dieses Erzeugnisses in die Serienfertigung. Mehrfach wurde Eberhard Rießland als „Aktivist der sozialistischen Arbeit“ geehrt. Außerdem erhielt er Urkunden für „beste wissenschaftliche Leistungen“ sowie als Erfinder. Von 1988 bis 1990 promovierte der innovative Elektronikspezialist. Doch 1991 wurde der Betrieb schließlich abgewickelt und Dr.-Ing. Eberhard Rießland ging in den Vorruhestand. Diese Zeit nutzte er, um sein Haus gründlich zu renovieren und instand zusetzen. Fünf Jahre nahm er sich dafür Zeit. Dann hatte der gebürtige Dresdner die Rente erreicht. Er genießt die Zeit mit seiner Frau, die ihn stets unterstützte.. Kultur, Reisen und Sport stehen oft auf dem Programm von beiden. Doch auch für die beiden Enkel ihrer Tochter bleibt genügend Zeit. „Ich wünschte, ich wäre ein bisschen sprachbegabter“, gesteht Dr.-Ing. Eberhard Rießland. Aber ansonsten „möchte ich das Leben so fortsetzen“, sagt er abschließend und blickt mit berechtigtem Stolz auf das Erreichte zurück.
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