MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Leo Rink
Geschäftsmann aus Leidenschaft
Meister des Handels
Mitarbeitender Gesellschafter einer GbR Schönower Straße 59 16341 Panketal OT Zepernick Fon: 030 / 9446409 Internet: www.leo-rink.de
Als Sohn eines Fleischers wurde Leo Rink, als einziger Sohn neben sechs Schwestern, 1944 in Bernau geboren. Nach der 8. Klasse trat er 1958 im Fleischkombinat Neuenhagen in die väterlichen Fußstapfen und erlernte dort ebenfalls das Fleischerhandwerk. Nach den ersten vier Praxisjahren in einer privaten Fleischerei und nach dem Ehrendienst bei der NVA wurde er 1967 HO-Verkaufsstellenleiter. 1970 bekam Leo Rink, nach dreijähriger Ausbildung, den Titel Meister des Handels verliehen. Bis 1990 leitete er HO-Fleischereien und bildete auch Lehrlinge aus. Auch die Zuschauer der Rennveranstaltungen Bernauer Schleife versorgte er stets mit Speisen und Getränken. „Von der HO erhielten wir nach Möglichkeit das, was sie beschaffen konnte. Denn es war ja alles rationiert“, erinnert sich Leo Rink. Auch schon zu DDR-Zeiten schlachtete er selbst und grillte auf Wunsch Spanferkel. Und bei Hausschlachtungen wurde natürlich auch Wurst gemacht. Bis zur Wende hatte der Fleischer selbst 30 Schafe im Stall. 1990 begann er das von der HO zurückübereignete Grundstück auszubauen. Es begann alles mit einem Imbisswagen. Daraus wurde dann ein Unternehmen, zu dem inzwischen eine Gaststätte mit Pension, Zeitungsland, Getränkeladen sowie zwei beliebte Imbiss-Geschäfte gehören. 25 Mitarbeiter und zwei Azubis sowie drei Familienangehörige kümmern sich um die Kunden und Gäste. Leo Rink verkauft seine Waren aber auch außer Haus und hilft auch schon mal fix mit vergessenen Lebensmitteln aus. Das Imbissprogramm umfasst auch Produkte, die er selber herstellt, wie beispielsweise Sülze. Leo Rink gehörte in Zepernick zu den Mitbegründern der damaligen SDP (heute SPD). 18 Jahre engagierte er sich als Gemeindevertreter am Ort. Seit 1998 ist er auch Präsident des Skat-Vereins „Zepernicker Asse“. Diese Mannschaft steht auf dem 1. Platz und ist stolz auf den Aufstieg in die Landesliga. Doch es geht auch um andere Spiele. Denn sie sind auch treue Hertha-Fans. Mit einem Bus fahren sie stets dorthin, wo die blau-weiße Elf aufläuft. „In Zepernick und Schönow habe ich selbst Fußball gespielt“, betont Leo Rink. Seit 1970 ist er mit seiner Erika verheiratet. Von den vier Kindern wurde der jüngste Sohn ebenfalls Fleischer. Von seinen Kindern wünscht er sich, dass sie das Geschäft nun in dritter Generation in seinem Sinne weiterführen möge. Mit der Familie, zu der inzwischen auch sechs Enkel und ein Urenkel gehören, verbringt Leo Rink seine Freizeit am liebsten. Alle kommen garantiert am 24. Dezember im Haus zusammen. Aber auch andere Feste und Feiertage werden als Familientradition gemeinsam begangen.