MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Siegbert und Steffi Ritz

Lernen und Leben

Siegbert und Steffi Ritz
Mitarbeiter Speisenversorgung und Raumpflegerin

06618 Naumburg

Lerne, als würdest du ewig leben, und lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter. Darin sind sie sich einig, diese chinesische Weisheit soll über ihrem gemeinsamen Lebensweg stehen, soll gleichsam jeden Tag über ihr Tun und Lassen bestimmen. Den geraden Weg durch das gemeinsame Leben gehen Siegbert und Steffi Ritz seit sie 1979 ihren Bund fürs Leben schlossen. Die beiden Kinder Christian und Katharina haben sie auch ganz in diesem Sinn erzogen. Nun können sie stolz sein auf den Bäcker und die Bürokauffrau. Auch die nächste Generation wächst schon heran: die Enkelkinder Marie-Sofie, Maximilian, Jasmin und Vanessa. Zwischen zwei und sechs Jahre sind sie alt. Mindestens einmal im Jahr – um Pfingsten herum – trifft sich die ganze große Familie zum traditionellen Wandertag. Fast vor der Tür breitet sich eine wunderschöne Landschaft aus. Das Ehepaar Ritz ist seiner Heimat immer treu geblieben. Hier leben Verwandte und Freunde, nehmen ihre Erinnerungen immer wieder Form an. Siegbert wurde im August 1957 in Naumburg geboren, Steffi auch im August, zwei Jahre später. Beide besuchten eine polytechnische Oberschule. Siegbert wuchs in der Familie eines Eisenbahners auf. Da der Junge sich nicht für einen Beruf entscheiden konnte, brachte ihn der Vater ebenfalls bei der Bahn unter. Er lernte zwei Jahre Instandhaltungsmechaniker. Als Siegbert Ritz den Wehrdienst bei der NVA abgeleistet hatte, kehrte er zur Bahn nach Weißenfels zurück und wurde im Lokschuppen für die Wartung der imposanten Maschinen eingesetzt. Höherer Lohn lockte Siegbert Ritz 1980 als Zivilangestellten in die Kadettenschule Naumburg. Hier war er im Schichtdienst als Niederdruckkesselwärter tätig. Nach der Wende nahm er auf Rat eines ehemaligen Kollegen den Außendienstjob bei Vorwerk an. 16 Jahre war er vorwiegend in Halle und Umgebung tätig. Weil der Umsatz rückläufig war, hörte er 2007 auf und fing in der Stadtbäckerei Jena an. Schließlich landete Siegbert Ritz bei der Servicegesellschaft des Naumburger Klinikums. Hier ist er für die Speisenlieferung auf die Stationen zuständig. Steffi hat Facharbeiter für gestopftes Spielzeug (in der DDR für Plüschtiere) gelernt. Über Viehpflegerin, Küchenhilfe und Raumpflegerin hat sie im Job gewechselt, bis sie endlich 2006 einen festen Arbeitsplatz bei der Servicegesellschaft im Klinikum Naumburg erhielt. Inzwischen hat sie sich schon zum Desinfektor qualifiziert. Beide – Siegbert und Steffi Ritz – haben durch großen Fleiß, unbedingte Ehrlichkeit und immer bereite Zuverlässigkeit einen Platz im Servicepersonal des Klinikums Naumburg.
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