MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Lothar Rittberger

Niemals aufgeben

Lothar Rittberger

Eichenstraße 4
13156 Berlin
Fon: 030 / 4773031

Seine Kindheit verbringt Lothar Rittberger in Chemnitz, denn hier wird er am 8. Februar 1931 geboren. Dem Modellbau gilt sein großes Interesse. Nachdem er geholfen hat, die Trümmer in seiner Geburtsstadt mit wegzuräumen, beginnt er eine Lehrausbildung zum Elektroinstallateur. In Leipzig bei der Post erlernt er aber dann den Beruf des Telegrafenbauers und wird später im inneren Dienst tätig. Nach der Meisterprüfung 1950 ist er Werkführer und an der Arbeiter- und-Bauern-Fakultät kann Lothar Rittberger das Abitur ablegen. Gleichzeitig erhält er das Rüstzeug für ein Studium in der UdSSR. Er erlernt mit Ausdauer, Geduld und Genauigkeit die russische Sprache. Von 1953 bis 1959 studiert Lothar Rittberger in Moskau. Nicht nur das Fachgebiet Hochfrequenztechnik ist interessant, die gesamte Studienzeit ist für den jungen Mann abwechslungsreich und prägend für seinen weiteren Lebensweg. Als frischgebackener Diplom-Ingenieur wird er zunächst für zwei Jahre im Werk für Fernsehelektronik in der Forschung und Entwicklung tätig. Dann folgt er einer Berufung in den damaligen Volkswirtschaftsrat, dem Vorläufer des Ministeriums, im Bereich Elektronik. Hier wird er zum Parteisekretär gewählt und besucht für ein Jahr die Parteihochschule. Anschließend im Ministerium für Elektrotechnik tätig, wird Lothar Rittberger von 1966 bis 1974 zum Sekretär der DDR-Delegation in der ständigen RGW-Kommission für Fernsehelektronik berufen. Danach warten Aufgaben im Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung auf Lothar Rittberger. 1978 organisiert er zum Beispiel den Weltkongress für Qualitätskontrolle, der in Dresden stattfindet. Als Beauftragter des Generaldirektors des Kombinates für Mikroelektronik ist er im Rahmen des RGW für das Gebiet der Standardisierung in enger Zusammenarbeit mit der UdSSR zuständig. 1990 wird der Betrieb abgewickelt und Lothar Rittberger ist arbeitslos bis zur Altersrente. Ohne Erfolg bewirbt er sich unermüdlich. Aber Aufstecken gilt für ihn nicht, er wird Hausmeister im Haus, das er bewohnt, und arbeitet als Übersetzer oder Dolmetscher. So kann er seine hervorragenden Russischkenntnisse erhalten. Seine Freizeit verbringt Lothar Rittberger mit Lesen, Gartenarbeit, hält Kontakt zu Freunden und ist am liebsten mit seiner Lebenspartnerin zusammen. Dabei hat er den Wunsch, mit ihr gesund alt zu werden.
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