MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. (FH) Rudolf Richter

Geschichte erlebt – und aufgeschrieben

Rudolf Richter

Ortsvorsteher, Ortschronist
Dorfstr. 23
09669 Dittersbach
Fon: 037206 / 82082

In der kleinen Gemeinde Dittersbach (seit 1995 Ortsteil der mittelsächsischen Stadt Frankenberg) wurde Rudolf Richter 1950 geboren, hier wurde er erwachsen und schrieb seit seinem 16. Lebensjahr auf, was den Ort, seine Bewohner bewegte. Dafür hat er nun – inzwischen im Ruhestand – mehr Zeit, auch als ehrenamtlicher Ortsvorsteher kümmert er sich seit 2001 um die Belange seines Heimatortes. Er besuchte die Grundschule am Ort, schloss 1966 die Oberschule in Frankenberg mit der 10. Klasse ab. Danach wurde der VEB Barkas-Werke Karl-Marx-Stadt zum langjährigen Arbeitgeber. Im Frankenberger Zweigbetrieb begann er seine Ausbildung zum Werkzeugmacher. Er leistete seinen Grundwehrdienst ab, kehrte zurück und wurde zum Studium an die Technische Hochschule Karl-Marx-Stadt delegiert, wo er 1974 als Hochschulingenieur für Technologie der metallverarbeitenden Industrie abschloss. Später erhielt er die Anerkennung als Dipl.-Ing. (FH). In Frankenberg wurde er nun in der Raumplanung eingesetzt, erarbeitete technologische Konzeptionen für die Projektplanung. 1986 wurde er Gruppenleiter TUL (Transport, Umschlag und Lagerungsprozesse). 1990 erlebte er noch die Umwandlung der Barkas-Werke in eine GmbH und die letztendlich gescheiterten Versuche von der neu gegründeten ABS Fahrzeugbau, die Produktion des einstigen Vorzeigeobjektes (Kleintransporter B 1000) nach Russland oder in die Ukraine zu verlagern. Wie den anderen ehemaligen Mitarbeitern tat es ihm weh, als alles dann doch verschrottet wurde. Rudolf Richter ließ sich zum Bauleiter umschulen, belegte einen Zusatzkurs in Baukalkulation, doch als er fertig war, war der Bauboom vorbei. Nun hieß es mit kurzzeitigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen vorlieb nehmen, bis er in den letzten elf Jahren seines Berufslebens (2015 ging er in den Ruhestand) bei der FMA Frankenberger Maschinen und Anlagen GmbH als Verantwortlicher für Kooperationsaufgaben des Betriebes Aufgaben wahrnehmen konnte. Seine Frau Angelika, Heirat 1974, hatte bei der Deutschen Reichsbahn und beim Haushalt-Geräte-Service gearbeitet, nach der Wende einen kleinen Laden betrieben. Sohn Jens kam 1975 zur Welt, sorgte für die beiden Enkel. Mit besonderem Stolz kann Rudolf Richter heute sein Haus präsentieren, 1996 unter schwierigsten Bedingungen erworben, fast allein ausgebaut, so dass er 1997 nach zwanzig Jahren in Chemnitz (anfangs noch als Karl-Marx-Stadt firmierend) wieder im Heimatort das eigene Zuhause finden konnte.
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