MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter und Marianne Richter

Spätes Glück und dann zurück

Günter und Marianne Richter

Betriebsschlosser, Berufskraftfahrer
Büromitarbeiterin
Rudolf-Stempel-Str. 15
01591 Riesa

Günter Richter wurde 1934 in Glaubitz bei Riesa geboren. Der Älteste von vier Geschwistern besuchte die Schule am Ort. Nach dem Abschluss der 8. Klasse 1949 nahm er eine Lehre als Betriebsschlosser im Riesaer Reifenwerk auf. 1953 wechselte er nach Johanngeorgenstadt zur SDAG Wismut in den Uranbergbau, doch da er nicht untertage arbeiten wollte, wurde er erst zur Hofkolonne eingeteilt, arbeitete dann als Heizer im Drei-Schicht-System. Zurück in Riesa fand er beim Stahl- und Walzwerk noch kurz Aufgaben in der Adjustage, doch eine Reise im September 1956 zu Verwandten im Westen Deutschlands setzte eine große Zäsur. Er blieb in Hessen, fand im Hotel des Onkels in Auerbach bei Bensheim erste Aufgaben, überstand die Prozedur im Auffanglager Gießen und arbeitete ab Dezember 1956 als Objektwache in der Labour Service Group der amerikanischen Streitkräfte in Neureut bei Karlsruhe. In Zwingenberg (an der Bergstraße) fand er sein persönliches Glück. Die Eltern seiner ersten Frau betrieben da eine Gaststätte, er konnte ab 1960 als Bierfahrer für die dortige Niederlage einer Mannheimer Brauerei sechs Berufsjahre verbringen, wechselte 1966 zur Deutschen Bundesbahn und wirkte in deren Dienst dreiundzwanzig Jahre als Busfahrer, ehe er 1991 in Pension ging. 1997, seine Frau war gerade verstorben, lernte er beim Besuch seiner sächsischen Verwandtschaft seine heutige Frau Marianne bei einem Schiffsausflug auf der Elbe kennen. Im Jahr 2000 wurde geheiratet, 2005 das einst in Hessen gebaute Haus verkauft, ein neues gemeinsames Heim in Riesa bezogen. Als Marianne Schmiedecke kam sie 1942 in Eilenburg zur Welt. Ab 1947 wohnte die Familie, im Krieg ausgebombt, in Klausdorf am Mellensee (Brandenburg). Hier besuchte die junge Marianne die Schule, beendete sie nach dem Umzug nach Zossen. Ein neuntes Jahr sah sie auf der Haushaltschule. Eineinhalb Jahre lernte sie bei der Deutschen Reichsbahn im Betriebs- und Verkehrsdienst, blieb aber nur kurz dort, arbeitete dann in einer Gaststätte. Durch die Heirat 1963 kam nun sie nach Glaubitz. Hier machte sie schon Bekanntschaft mit Günter Richters Schwester, lernte auch seine Eltern noch kennen, unerwartet dann sehr zukünftiges Glück. Ihrer später geschiedenen ersten Ehe entstammen drei Kinder, Tochter Anke (1963 geboren, Entbindung am Polterabend!), Tochter Ramona (1965) und Sohn Torsten (1966), die sie wiederum mit drei Enkeln beglückten. Sie arbeitete dann im Riesaer Stahl- und Walzwerk, anfangs in der Küche, stand dann ab 1967 im Drei-Schicht-Betrieb in der Produktion an der Maschine, wirkte ab 1971 gesundheitsbedingt im Büro, bis das Werk 1990 größtenteils stillgelegt wurde.
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