MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ingrid und Gerhard Richter
„Sind nicht zu trennen, bleiben vereint, ob Nacht heranzieht, Morgen erscheint“
Dipl-Ing. (FH) / Dipl.-Ing.
Bernhardstr. 25
01069 Dresden
Fon: 0351 / 4712760
Noch immer ist der 4. Mai ein besonderer Tag, obwohl der erste Kuss 1954, der sie auf Lebenszeit vereinte, schon über sechzig Jahre zurückliegt. Aus der Jugendliebe wurde 1959 ein Ehepaar, das sich bis heute wundervoll ergänzt. 75 Länder wollten sie bis zum 75. Lebensjahr bereist haben, diesen Traum konnten sie sich erfüllen, als die Grenzen 1989 offen waren.
Ingrid Richter, geboren 1938 in Dresden-Coschütz, besuchte die Schule in Dresden und Bad Schandau, 1952–1956 die Oberschule in Sebnitz (gemeinsam mit ihrem späteren Mann). Nach dem Abitur folgte eine Lehre in Dresden als Technische Zeichnerin und eine Weiterbildung zur Teilkonstrukteurin. 1973–1977 konnte sie sich an der Ingenieurschule Görlitz zum Maschinenbauingenieur weiterentwickeln, fortan war sie als Projektierungsingenieur bis 1991 tätig. Ständige Weiterbildung bestimmte auch danach ihr Leben, ehe sie 1998 in Rente ging.
Zu den prägenden Eindrücken von Gerhard Richter, geboren 1938 in Papstdorf/ Sächsische Schweiz, gehört die Sorge um den gelähmten Bruder, um den er sich kümmerte, als andere Kinder spielten. Die Schule in Papstdorf, die Oberschule in Sebnitz bereiteten ihn auf das Studium (1956–1962) vor, das er an der Technischen Universität Dresden als Diplom-Bauingenieur abschloss. Bei der Bau-Union Dresden war er 1962–1964 als Bauleiter tätig, hatte dann den Grundwehrdienst zu absolvieren, kam 1965 bei einem Dresdner Projektierungsbüro in der Bauplanung zum Einsatz, konnte ein postgraduales Studium an der Technischen Hochschule Magdeburg als Patentingenieur abschließen. Als solcher wirkte er 1969–1988 im Wissenschaftlich-Technischen Zentrum Industriebau (Bauakademie), wo er auch als Statiker tätig war. Er engagierte sich in der Wendezeit im Personalrat und begleitete die Gründung des Instituts für ökologische Raumentwicklung, widmete sich zuletzt Projekten im Bereich vorbeugender Hochwasserschutz bis zum Rentenbeginn 2002.
Seit 1956 waren Ingrid und Gerhard Richter Dresdner, auf die Wohnung bei der Arbeiterwohnungsgenossenschaft (AWG) mussten sie bis 1961 warten. Tochter Petra (Jahrgang 1959) brachte zwei Enkelsöhne in die Familie. Ingrid Richter findet seit 1978 bis heute Ausgleich und innere Ruhe beim Singen im Chor „Friedrich Wolf“ Dresden. Beide sind naturverbunden, genießen Wandern und Reisen, dokumentiert in zahlreichen Fotosammlungen.