MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Horst Richter
Weihnachtsbäume zum Selberfällen
Inhaber Tannenhof Richter
Dorfstraße 9
04824 Brandis/OT Beucha
Fon/Fax: 034292 / 73784
Für viele Familien und Firmenbelegschaften ist es seit Jahren zur Tradition geworden, den Weihnachtsbaum selbst auszuwählen und zu fällen. Es gibt Plantagen, auf denen die Bäume in reichhaltiger Auswahl der Sorten seit Jahren gepflegt werden und deshalb in noch besserer Qualität bereitstehen. Wie bei Horst Richter in Beucha, dem kleinen Ort mit seiner weithin bekannten Felsenkirche östlich von Leipzig.
Horst Richter ist Gärtner aus Leidenschaft, und auch heute möchte er die Hände noch längst nicht in den Schoß legen. Seit 1984 betreibt er den Gartenbaubetrieb in Beucha, der Alteingesessenen noch als Gärtnerei Müller ein Begriff ist. Er hatte beizeiten das Vertrauen von Frau Müller gewonnen, die einen Nachfolger suchte, der mit Freude am Beruf, Fachkenntnis und Zuverlässigkeit das Geschaffene weiterführen würde. Aus den anfangs ca. 7 ha Anbaufläche sind inzwischen sogar fast 20 ha geworden, auf denen er außerdem noch seine eigene Schafherde betreut. „Die Schafe sind für mich aber auch Arbeiter“, erklärt er schmunzelnd, denn die Tiere halten den Boden um seine Bäume unkrautfrei.
Im Jahr 1993 keimte bei Horst Richter die Idee, den Gartenbaubetrieb in einen Tannenhof mit dem Anbau von Weihnachtsbäumen umzubauen. Seitdem hat er sich hauptsächlich darauf spezialisiert, obwohl er auch weiterhin mit einer kleinen Auswahl an Ziergehölzen, getopften Koniferen, aber auch mit Rat und Tat beim Anlegen des Gartens bis hin zur kompletten Gartenpflege seinen Kunden zur Verfügung steht. Und dies immer mit einem witzigen Spruch auf den Lippen und für jeden ansprechbereit.
Der Anbau seiner Weihnachtsbäume erfolgt nach strengen Regeln. Ob Kiefern, Fichten oder Tannen in verschiedenen Sorten – nach einem festen Plan in Quartieren angepflanzt, brauchen die Bäume immerhin mindestens sieben Jahre, bis sie „erntereif“ sind. In dieser Zeit unterzieht er sie einer ständigen Kontrolle, richtet die Spitzen, verhindert Schrägwuchs, und damit hat er alle Hände voll zu tun. Der Lohn für die viele Arbeit ist, wenn ab November die Vorweihnachtszeit eingeläutet wird. Sie erreicht ihren Höhepunkt, wenn im Dezember das Festzelt steht. Das Blasorchester spielt, Glühwein wird ausgeschenkt und für die Kinder gibt es etwas Süßes. „Erst trinken oder erst arbeiten“, fragt er dann seine Kunden, und für so manchen wird dieser Tag zum Ganztags-Erlebnis.
Damit sorgt Horst Richter für eine schöne Einstimmung auf Weihnachten.