MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. Klaus Richter

Das Wasser der Zwickauer Mulde

Klaus Richter

Diplom-Wirtschaftler
Vorsitzender Heimatverein Mülsen e. V.
08132 Mülsen
Internet: www.heimatverein-muelsen-ev.de

Als Klaus Richter in den achtziger Jahren an seiner Dissertation schrieb, war die Zwickauer Mulde ein verseuchtes Gewässer. Er untersuchte in seiner Arbeit die Wirkung ökonomischer Parameter auf Naturressourcen am Beispiel des Wassers der Zwickauer Mulde. Der geringe Einfluss von Preis, Kosten oder ökonomischen Sanktionen hatte u. a. dafür gesorgt, dass die muldenanliegendene Betriebe ihre nicht ausreichend gereinigten Abwässer ohne großen ökonomischen Druck in den Fluß einleiten konnten. Das hatte schlimme Folgen für die Wasserqualität. Nach der erfolgreichen Verteidigung an der Technischen Universität Dresden 1988 wurden die von ihm verfassten Vorschläge Wert erachtet, in einer Promotionsschrift B weiterentwickelt zu werden. Zur Habilitation kam es durch die Auflösung der DDR nicht mehr. Geboren wurde Klaus Richter 1947 in Zwickau, verbrachte die Kindheit und Jugend weitgehend in Mülsen St. Niclas, wo er die Schule bis zur 10. Klasse besuchte. Danach konnte er doch noch zur Erweiterten Oberschule (EOS) wechseln, musste Latein und eine Klassenstufe nachholen, legte das Abitur ab. An der Technischen Hochschule für Chemie in Merseburg studierte er an der Sektion Kybernetik, Mathematik, Datenverarbeitung. Nach dem Abschluss lehrte er für ein Jahr betriebswirtschaftliche Fächer und EDV an der Ingenieurschule Leuna. Dann verpflichtete der VEB Erdgasförderung Salzwedel den noch immer sehr jungen Mann als Abteilungsleiter Betriebswirtschaft. Nach viereinhalb Jahren wurde er Direktor der zugehörigen Betriebsschule, konnte sich postgradual in Dresden in Berufspädagogik weiter qualifizieren. An der Pädagogischen Hochschule in Zwickau begann er 1981 als Assistent, wurde später stellvertretender Sektionsleiter Grundlagenstudium. Die hochschulpolitischen Konsequenzen im Übergang zum marktwirtschaftlichen System wartete er nicht ab, entschied sich Mitte 1990 konsequent für den beruflichen Neuanfang. Am 1. Juli 1990 startete er als Mitarbeiter der Hamburg-Mannheimer Versicherung eine neue Karriere, wurde erster Filialleiter im Regierungsbezirk Chemnitz. Er stieg 1994 zum Filialdirektor auf, verbrachte viele Jahre auch in Leipzig und Rostock, ist seit 2007 im Ruhestand. Der seit 1973 verheiratete Vater zweier Töchter ist dennoch weiter aktiv, als Vorsitzender des Heimatvereins Mülsen e. V. verantwortet er eine lebendige Gemeinschaft mit über 200 Mitgliedern und einer Vielzahl von Veranstaltungen, Kursen, Fachgruppen.
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