MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Elke Richter
„Ich würde mehr reisen …“
Arnold-Reisen
Moritzstraße 1
09212 Limbach-Oberfrohna
Fon: 03722 / 83017
Internet: www.reisearnold.de
„Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen, Sonnenuntergänge betrachten, mehr Bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen, würde versuchen, mehr gute Augenblicke zu haben – aus diesen besteht nämlich das Leben“. Ein kleiner Auszug aus „Lebensweisheiten eines Greises“ von Jorge Luis Borges verinnerlichte sich Elke Richter – eine starke Frau, die diese Worte gern an alle Menschen weitergeben möchte.
Geboren am 09.03.1953 in dem Haus, in dem schon die Großeltern wohnten und sie heute ihr Reisebüro betreibt, wuchs sie in Burgstädt auf, legte das Abitur ab und studierte Mathematik.
Für ein Jahr vermittelte man sie zum Aufbau des Kernkraftwerkes in Stendal, das nie gebaut wurde.
Frau Richter begann als Programmiererin im Rechenzentrum des Trikotagenkombinates, avancierte zur Leiterin der EDV innerhalb des anderen Textilbetriebes Freizeitbekleidung L.-O., musste wendebedingt mehrfache Umstrukturierungen in Kauf nehmen, bis das Unternehmen Insolvenz anmeldete.
Doch schon weit im Vorfeld interessierte sie sich für Reisen, plante selbige für Bekannte und Freunde und konnte in einem Reisebüro – Anfang der 90er Jahre von Renate Arnold gegründet – einen neuen beruflichen Weg finden. Nachdem die Inhaberin in Rente ging, übernahm Frau Richter im Februar 2006 ihr kleines Reisereich.
Nur drei Monate später erkrankte ihr Mann schwer. Sie stellte eine ausgebildete und sehr engagierte Fachfrau ein, die es ihr ermöglichte, neben der Arbeit im Reisebüro ihren Mann zu pflegen. Im Mai 2008 starb ihr Ehemann, mit dem sie fast 30 Jahre gemeinsam drei Kinder erzogen, ein Haus gebaut und viele Höhen und Tiefen gemeistert hatte.
Nach dem Abschluss zum Tourismusfachmann – absolviert über Fernstudium – schenkt sie ihr Wissen und Können, ihre Geduld, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit ihrer Kundschaft, die von herrlichsten Reisen in die ganze Welt profitiert.
Als Inhaber eines Angelscheines angelte sie früher oft mit ihrem Mann, meist in Norwegen. Noch heute wird gern gefischt, geschwommen, Ski und Rad gefahren und natürlich gereist. Lesevergnügen erfährt sie bei historischen Romanen, und bei einem spannenden Krimi meldet sich manchmal die Gänsehaut.
Ein Höhepunkt ist das Treffen der Familie einmal im Jahr. Die Kinder und Enkelkinder reisen zu einem gemeinsamen Wochenende aus der Schweiz, der Oberlausitz und Thüringen an.
Als Leiterin eines Reisebüros führt der nächste Traum in die Ferne – irgendwann einmal Kanada sehen. Doch muss sie sich eigentlich nur der Worte von Jorge Luis Borges erinnern: „Ich würde mehr reisen, mehr gute Augenblicke haben – aus diesen besteht nämlich das Leben!“