MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Heinz Ribnitz
Zum Leipziger geworden
Gartenbaumeister
Leuckartstr. 4
04289 Leipzig
Fon: 0341 / 8617332
Bad Sülze in Mecklenburg-Vorpommern besitzt eine lange Kurtradition. Hier kam Heinz Ribnitz 1946 zur Welt, wuchs in einer von der Landwirtschaft geprägten Familie auf. Er besuchte die Schule bis zum Abschluss der 10. Klasse und hatte Ambitionen ins Gastgewerbe. Doch die Schule drängte ihre Absolventen in landwirtschaftliche Berufe. Heinz Ribnitz wurde in zweijähriger Lehre Facharbeiter für Gartenbau. Nach der Ausbildung wechselte er nach Rostock, seine ersten Erfahrungen als Friedhofsgärtner dauerten aber nur vierzehn Tage. Dann kümmerte er sich ein Jahr um die Garten- und Landschaftsgestaltung des Herzsanatoriums Graal-Müritz. 1966 fand er eine Stelle bei einem privaten Gartenbaubetrieb in Dresden. 1967 wechselte er nach Leipzig, die Wanderjahre waren zu Ende. Die Gärtnerische Produktionsgenossenschaft (GPG) „Flora“ wurde mit ihrem Betriebsteil in der Russenstraße Stätte langjährigen Wirkens. Zwar musste er 1972 noch seinen Wehrdienst bei der Bereitschaftspolizei ableisten, eingesetzt bei Fußballspielen und anderen Großveranstaltungen sowie zur Unterstützung der Kumpel in der Braunkohleproduktion. Dann war wieder die GPG sein Platz, bekannt durch exportorientierte Azaleenzucht. Als mehrere Genossenschaften zusammengingen, fungierte Heinz Ribnitz als Betriebsteilleiter, zuletzt auch als stellvertretender Vorsitzender der GPG. Dazu hatte er sich in zweijährigem Studium zum Gartenbaumeister qualifiziert. Als der Betrieb am 31. 12. 1990 (Blumen wurden nun aus den Niederlanden oder Südamerika eingeflogen) schließen musste, orientierte Heinz Ribnitz sich neu, fand bald als Friedhofsmeister für die Evangelische Kirchgemeinde von Leipzig-Connewitz seine fordernde Aufgabe. Einundzwanzig Jahre bis zum Übergang in den Ruhestand war er nun auf dem Connewitzer Friedhof zugange, vertraute Ansprechperson der Angehörigen, kompetenter Partner der Bestattungsunternehmen. Mit seinen kirchlichen Vorgesetzten erlebte er glückliche und weniger glückliche Zeiten. Seitdem sind ferne Länder in seinen Blickpunkt geraten, Israel, Indien, Tunesien hat er erkunden können. Jeden Tag ist er zu Fuß mindestens 12 Kilometer unterwegs, genießt die Schönheiten Leipzigs und seiner nunmehr seenreichen Umgebung auch gern mit dem Fahrrad. Für die Belange der Stadt, die sein Leben so bestimmen sollte, hat er sich auch in mehreren Legislaturperioden als Stadtbezirksabgeordneter in Leipzig-Südost, delegiert einst von der Bauernpartei (DBD), eingesetzt.