MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Irmtrud und Friedrich Reinhardt

Sie liebt Sprachen, er das Handwerkliche

Irmtrud und Friedrich Reinhardt

Diplomlehrerin
Kfz.-Schlosser und Rettungssanitäter
08491 Netzschkau

Sie lieben ihr Vogtland und wohnen bis heute dort. Irmtrud und Friedrich Reinhardt aus Netzschkau sind seit 1976 glücklich miteinander verheiratet und genießen ihren Ruhestand. Das Ehepaar, sie Lehrerin, er Kfz.-Schlosser und Rettungssanitäter, hat zwei Kinder (Tochter Diana ist Sozialpädagogin in Zwickau, Sohn Kay Gymnasiallehrer in Bremen) und vier Enkel. Geboren 1952 in Greiz und bis 1960 aufgewachsen in Triebes, kam Irmtrud durch den Beruf des Vaters in der Textilbranche nach Rodewisch. Dort zur Schule gegangen, besuchte das Mädchen die Erweiterte Oberschule (EOS) in Auerbach und ging nach dem Abitur nach Leipzig an die Pädagogische Hochschule zum Studium. Irmtrud wollte Lehrerin werden, schloss mit einem Diplom für Deutsch und Geschichte ab. Sie wurde 1970 von Netzschkau angefordert, wie das damals in punkto Absolventenlenkung so hieß, unterrichtete außerdem noch Englisch und Musik. Sie liebt Sprachen und hatte viel Spaß an ihrem Beruf, bis sie mit 60 in den Vorruhestand trat. Die Liebe zu den Sprachen ist neben dem Lesen, Theaterbesuchen und Gartenarbeit geblieben. Irmtrud Reinhardt lernt Italienisch und gibt Schülern mit Lese- und Rechtschreibschwächen (LRS) Nachhilfestunden in Englisch - einmal in der Woche. Darüber hinaus führt sie die Chronik ihrer Familie. Ehemann Friedrich ist in Mylau aufgewachsen und kam mit 14 Jahren nach Netzschkau. Nach der 10. Klasse lernte er als Sohn eines Kraftfahrers Kfz.-Schlosser, ging zur Armee und machte noch seinen Berufskraftfahrer. Nach einer Beschäftigung in einer Trabantwerkstatt verdiente Friedrich Reinhardt von 1972 bis zur Wende seine Brötchen als Krankentransporteur beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), qualifizierte sich dann zum Rettungssanitäter. Über die traurigen, aber auch heiteren und kuriosen Begegnungen mit Menschen in Notsituationen könnte er ein Buch schreiben, sagt er. Hier hatte er sich bereits seit seinem 16. Lebensjahr ehrenamtlich engagiert. Über Umstrukturierungen und Weiterbildungen beim DRK im Zuge der Wendezeit und auch danach könnte der Rettungssanitäter ein Buch schreiben. In all den Berufsjahren (bis 2014) hat er viel erlebt. Die Leidenschaft fürs Handwerkliche hat sich Friedrich Reinhardt bewahrt. Haus und Garten sind seine Welt, ebenso Nostalgisches rund ums Auto, Museen und andere historische Einrichtungen. Er liebt die Natur, die Kinder und die Menschen weltweit und interessiert sich für deren Schicksale. „Deshalb habe ich seit 2003 Patenschaften für Kinder aus Kenia und Liberia bei „Plan International““, berichtete er. Das inspiriert ihn, selbst Gedichte und Erzählungen zu schreiben. Sein größter Wunsch ist es, dass er mit seiner Frau noch lange gesund bleibt und beider Leben so glücklich und zufrieden weitergeht wie bisher.
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