MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christiane Reinhofer

Der rote Faden im Leben – die Gerechtigkeit

Christiane Reinhofer

Industriekauffrau
Finanzökonomin
Kastanienstr. 16
07747 Jena
Fon: 03641 / 816895

Kommt man mit Christiane Reinhofer ins Gespräch, so lernt man eine Frau kennen, die mit Stolz auf ihr eigenes Leben zurückblickt, die aber auch anderen Menschen gut zuhören kann. Sie schätzt Menschen, die sich in der heutigen Gesellschaft für andere Menschen einsetzen. Christiane Reinhofer kommt am 27. September 1951 in Güstrow zur Welt, sie verbringt ihre Kindheit und Jugend auf dem Lande. Doch sie will mehr vom Leben und so folgt sie nach dem Abschluss der Schule den Werbern des Kombinates Carl Zeiss Jena. Sie geht nach Jena in Thüringen und erlernt hier in den kommenden zwei Jahren den Beruf einer Industriekauffrau. Nach dem Abschluss der Lehre bleibt Christiane Reinhofer in ihrem Ausbildungsbetrieb, kann bald vom Internat in eine eigene Wohnung wechseln und arbeitet in der Wirtschaftskontrolle der Hauptbuchhaltung, die ein Teil der Kombinatsleitung ist. Im Jahr 1970 absolviert sie eine Weiterbildung zur Finanzökonomin. Ab 1990 ist sie noch an der Abwicklung ihres Betriebes beteiligt, doch am 31. Dezember 1991, nach 23 Jahren, ist auch für sie endgültig Schluss. Was nun folgt entspricht dem damals üblichen Szenario. Sie muss viele Jahre in der Arbeitslosigkeit verbringen, schreibt Bewerbungen, wird hin und wieder auch einmal zu Gesprächen eingeladen, die mit einer Ablehnung enden und bekommt ab 2001 beim Verein „Hilfe zur Selbsthilfe“ eine Anstellung, wo sie sich schon seit langem vorher engagiert hat. Der Verein übernimmt sie von 2003 bis 2016 als fest angestellte Mitarbeiterin. Sie ist „Büromanagerin“ und erledigt dabei die ihr seit langem bekannten Aufgaben einer Sekretärin. In den Jahren nach 1990 hat sich Christiane Reinhofer noch oft an Demos gegen Betriebsschließungen beteiligt, heute sieht sie derartige Aktionen als sinnlos an. „Man kommt als Einzelperson oder als Gruppe nicht gegen ein ganzes System an“, meint sie dazu. Inzwischen hat sich Christiane Reinhofer an ihr Rentnerdasein gewöhnt und leitet seit einiger Zeit eine Selbsthilfegruppe. Sie freut sich sehr über die Entwicklung ihres Sohnes Thilo, der bei der Gesellschaft für Oberflächentechnik – GOT – eine gute Arbeit gefunden hat. Sie erfreut sich an den beiden Enkeln, mit denen sie auch regelmäßig in den Urlaub fährt. Christiane Reinhofer freut sich sehr, immer noch bei guter Gesundheit zu sein. Sie hört gern Radio, sammelt Briefmarken und geht immer noch gern zu den Feierlichkeiten im Kreise der Familie oder von guten Bekannten. Sie wünscht sich vor allem, ihr Leben noch lange selbstständig und selbstbestimmt meistern zu können.
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