MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Joachim Reinsch

Zusammenhalt und lebenslange Liebe

Joachim Reinsch

Tischler / Meister der volkseigenen Industrie
Selbstständig
Holzhausen Nr. 7

09326 Geringswalde

Helga Reinsch, geb. Hälsig, wurde am 03.02.1941 in Schweikershain geboren und wuchs als jüngstes Kind zusammen mit acht Geschwistern auf. Ihr Vater arbeitete in der Möbelfabrik, die Mutter war Hausfrau. „Ich erinnere mich gern an unsere Kindheit. Wir waren viel draußen in der Natur und haben uns untereinander gut verstanden“, erzählt Helga Reinsch, die von 1947–1955 die Schule besuchte. Ihr Berufswunsch Friseurin ließ sich leider nicht erfüllen. Stattdessen arbeitete sie circa 7 Jahre in der Gaststätte Richter und übernahm alle Aufgaben, die anfielen. Eine Berufsausbildung im eigentlichen Sinne absolvierte sie nicht. Im Anschluss an die Zeit in der Gastronomie war Helga Reinsch bis 1970 in der Produktion der Stuhlfabrik Grimmer und Sachse beschäftigt. 1963 heiratete sie ihren Mann Joachim Reinsch. Mit Georg (*1963, Metzger) und Thomas (*1972, Krankenpfleger) hat das Paar zwei Söhne und einen Enkel. Nach dem Tod des Schwiegervaters übernahm Helga Reinsch als selbstständige Geschäftsführerin über knapp 25 Jahre die örtliche Minol Tankstelle. „Krank werden durfte ich nicht“, schmunzelt sie. „Das war neben der Familie, dem Haus, der Landwirtschaft und den Tieren richtig viel Arbeit. Im Juli 1994 habe ich die Tankstelle im Alter von 54 Jahren geschlossen. Meinem Mann musste ein Bein amputiert werden, und alles zusammen war alleine einfach nicht zu stemmen.“ Bis zu ihrem 66.Lebensjahr arbeitete Helga Reinsch dann in Rheinhausen bei Duisburg als Aushilfe in der Apotheke ihrer Schwester und ging anschließend in Pension. Joachim Reinsch kam am 13.07.1935 in Breslau zur Welt. 1947 floh die Familie zuerst nach Cottbus und später nach Lauchhammer. „Nachdem mein Vater aus dem Krieg zurück gekehrt war, starb Im Frühjahr 1948 meine Mutter“, berichtet Joachim Reinsch. Nach der Schule absolvierte er eine Tischlerlehre in Lauchhammer. Im Anschluss daran zog er nach Holzhausen, wo sein Vater bereits seit 1952 lebte. Joachim Reinsch arbeitete hier bis 1961 in der Tischlerei Einbock in Hartha, danach in der Stuhlfabrik.1972 machte er ein dreijähriges Meisterstudium zum Industriemeister und Fertigungsstättenleiter und war bis 1990 auf diesem Gebiet tätig. Nachdem er 1991 mit 56 Jahren ein Bein verloren hatte, wurde er pensioniert. Familie Reinsch hat immer zusammengehalten. „Bei uns war einer für den anderen da. Besonders stolz sind wir auf unsere beiden Jungs, die uns ebenfalls tatkräftig unterstützen.“ Zu ihren heutigen Lieblingsbeschäftigungen zählt Helga Reinsch das Lesen von Romanen. Joachim ist begeisterter Fußballfan. „Früher hatten wir einen Spielclub, haben Romme und Skat gespielt. Das ist aber mittlerweile eingeschlafen. Für die Zukunft wünschen wir uns vor allem Gesundheit und genießen es, miteinander zufrieden sein zu können.“
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz