MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ralf Reinke
Der Teamspieler
Blücherstr. 25
04849 Bad Düben
Fon: 034243 / 23970
Der 1957 geborene Ralf Reinke hatte eigentlich keinen besonderen Berufswunsch, aber Sportbegeistert war er und erfolgreicher Nachwuchsspieler im Fußball. Ab dem 9. Lebensjahr spielte er. 1971 wurde er auf Grund seiner Leistungen an die Kinder- und Jugendsportschule delegiert. Nach Abschluss der 10. Klasse 1973 lernte er den Beruf eines Schienentriebfahrzeugschlossers. Für den Sport wurde er vom Betrieb freigestellt. Als die Sportfunktionäre entschieden, dass seine Zeit als Leistungssportler beendet sei, nahm er die Arbeit im BKK Espenhain auf, spielte bei Aktivist Espenhain weiter Fußball bis er 1976 die Einberufung zum Grundwehrdienst erhielt. Er war bereit eine längere Dienstverpflichtung einzugehen, unter der Maßgabe seinen Sport weiter betreiben zu können. Doch seine Vorstellungen dazu stimmten nicht mit denen der Bewerbungsoffiziere überein und so blieb es bei den 18 Monaten und erschwerend kam die Einberufung zur Bereitschaftspolizei, wo mit Kommandeursbefehl Fußballspiel untersagt war wegen der Verletzungsgefahr und damit verbundenen Gefährdung der Einsatzbereitschaft. Diese fehlenden Trainingsmöglichkeiten (1976–1977) warfen ihn in der Entwicklung zurück, ließen auch die Ambitionen schwinden. Bei Vorwärts Bad Düben, dem späteren FV Bad Düben spielte er bis 1995, arbeitete zudem als Jugendübungsleiter bis 1994.
Bis heute hält er dem 1. FC Lok Leipzig als Fan die Treue, würde auch selbst gerne noch bei den Alten Herren Spielen, was sich jedoch nicht mehr mit seiner beruflichen Tätigkeit vereinbaren lässt. Der Fußball hat ihm nicht nur Freude gemacht, sondern auch Glück gebracht. Er lernte durch ihn seine Frau Barbara kennen (geb. 1954, gelernte Reproduktionsfotografin, Industriekauffrau und Datenverarbeitungskauffrau, heute Verwaltungsangestellte in einer Hausverwaltung), heiratete 1978. Sohn Ronny wurde im gleichen Jahr geboren. Er selbst hatte ein Jahr zuvor die Arbeit im VEB Kraftverkehr Bitterfeld, Betriebsteil Bad Düben, als Busfahrer aufgenommen und blieb dieser Tätigkeit und dem Unternehmen treu, das heute als SaxBus firmiert. „Mit Leib und Seele„ sei er Busfahrer, sagt er, fährt verschiedene Linien und verschiedene Busse. Sehr der Natur verbunden, liebt er es mit seiner Frau in die Pilze oder Heidelbeeren zu gehen. Doch auch Haus und Garten fordern ihre Zeit. Er hat gelernt, dass er nicht von jedem erwarten kann, was ihn selbst ausmacht: Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. Leider, wie er findet, doch er kann damit umgehen. Planlosigkeit hingegen kann er nicht tolerieren, denn die widerstrebt einem Menschen, der durch den Sport zielorientiert erzogen wurde besonders. Er sei ein Kollektivmensch sagt der Teamspieler, und deshalb sei ihm Zufriedenheit für alle wichtig.