MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dipl.-Ing. (FH) Klaus Reinhardt
Wenn man kämpft, kann man verlieren – wenn man nicht kämpft, hat man schon verloren
Vorsitzender der Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Werratal“
Schulstraße 6
99837 Dankmarshausen
Fon: 036922 / 28586
E-Mail: ute-klaus.r(at)t-online.de
Klaus Reinhardt, geboren 1950 in Dankmarshausen, einem Ort unweit des Flüsschens Werra, ist trotz seiner seit einigen Monaten in Anspruch genommenen Altersteilzeit ein sehr aktiver Mensch. Steht er auch nicht mehr im Berufsleben, so arbeitet er aktiv in mehreren Vereinen mit und bewegt so einiges für die Gemeinschaft. Als Gemeindevertreter, Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft Dankmarshausen, Vorsitzender des Karnevalsvereins, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Werratal“ und Mitglied im Sport-, Naturschutz- und Gesangsverein hat er viel um die Ohren und kennt sich aus in seiner Heimat. So ist es kein Wunder, dass der heimatverbundene Mann sich speziell um die Belange seiner Region kümmert und mit Sorge die Versalzung seiner Umwelt beobachtet, die zurückzuführen ist auf den Kali-Abbau an der Werra, die mittlerweile als am stärksten belasteter Fluss in ganz Mitteleuropa mit hohem Salzgehalt zählt. Sogar das Grundwasser wird von Salzlauge bedroht, und in der Luft liegt ein Hauch von Wattenmeer. Doch was idyllisch klingen mag, bereitet Klaus Reinhardt große Sorge, und so kämpft er neben weiteren Mitstreitern gegen den Raubbau mit der Natur. Dazu gehört auch die in Heringen in Betrieb genommene Müllverbrennungsanlage, die derzeit im Probebetrieb läuft und zusätzlich die Umwelt belastet. Es ist ein harter Kampf, den Klaus Reinhardt und seine Verbündeten führen. Doch sein Motto „Wenn man kämpft, kann man verlieren – wenn man nicht kämpft, hat man schon verloren“ beflügelt ihn immer wieder, im Sinne von Ökologie und sozialer Verantwortung etwas Positives für seine Region erreichen zu können.
Klaus Reinhardt erlernte im Automobilwerk Eisenach einen Beruf mit Abitur und studierte nach seiner Armeezeit in Zwickau Technologie der metallverarbeitenden Industrie. Bis zum politischen Umbruch arbeitete er im Eisenacher Automobilwerk im Bereich Forschung und Entwicklung, durchlief danach im neuen Unternehmen „Opel“ ein Bewerbungsverfahren und wurde nahtlos übernommen. Der Wechsel zu „Opel“ war für ihn eine neue Herausforderung, die ihn forderte. Doch rückblickend sieht er diese 17 Jahre, in denen er als Schichtleiter im Karosseriebau arbeitete, als interessante und anspruchsvolle Tätigkeit, die ihn durchaus prägte. Heute genießt er den Ruhestand, doch für sein Ziel, ein lebenswertes Werratal, wird er auch weiter kämpfen.