MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Pharmazierat Dr. rer. nat. Hans-Ulrich Bogs

Ganz in Familie

Hans-Ulrich Bogs

Fachapotheker für Arzneimittelkontrolle
Riveufer 2
06114 Halle
Fon: 0345 / 5224624

Bereits die Großmutter besaß eine Apotheke, die sie – nachdem sie verwitwet war – vom Vater des Dr. Hans-Ulrich Bogs verwalten ließ. Eine Weiterführung allerdings wurde dem jüngsten Sohn der Großmutter übertragen, der ebenfalls Pharmazie studiert hatte. So erwarb der Vater, Dr. Ulrich Bogs 1941 die Burg-Apotheke in Halle und legte damit die Grundlage für die weitere Fortführung einer Familientradition. 1953 legte der junge Hans-Ulrich Bogs das Abitur ab, studierte in Folge fünf Jahre lang Pharmazie an der Universität Halle. Einen entsprechenden Studienplatz zu erhalten war zu dieser Zeit nicht einfach. Dass der Vater eine Professur an der Universität übernehmen sollte und auch sehr druchsetzungsfähig war, half dabei. Die Apotheke führte er zudem weiter und war bestrebt, mit dem Sohn einen fachlich qualifizierten Nachfolger zu bekommen. Als Glück bezeichnet Dr. Hans-Ulrich Bogs heute noch, dass Prof. Dr. Dr. Kurt Mothes sein Doktorvater wurde, dessen Einfluss ihn wissenschaftlich und menschlich prägte. 1965 promovierte er und Ehefrau Gunhild erinnert an diese Zeit: An ihren Abschluss der Pharmazieschule (1961), an ihre junge Ehe (1962), das Jahr ihrer Arbeit in der Burg-Apotheke bis zur Geburt von Sohn Martin 1963. Und daran, wie diese Phase von dem Aspekt der wissenschaftlichen Arbeit ihres Mannes beeinflusst war. Es war nicht einfach, die junge Familie mit dem Anspruch des Vaters auf einen promovierten Nachfolger für die Apotheke in Einklang zu bringen, doch es gelang gut. Als Leiter der väterlichen Apotheke konnte sich Dr. Hans-Ulrich Bogs auf seine fachlich versierte Frau stützen und zudem mit ihr bequem – bei der damals herrschenden Wohnungsnot – über der Apotheke wohnen. 1969–1973 wurde die Burg-Apotheke privat von ihm geführt, dann erfolgte die Verstaatlichung – emotional eine aufreibende Situation. Gunhild Bogs arbeitete nun als Pharmazie-Ingenieur und nach einem Fernstudium, als Diplom-Ingenieur in einem diätetischen Lebensmittelbetrieb für Kindernahrung. Dr. Hans-Ulrich Bogs wechselte ins Institut für Blutspende- und Transfusionswesen in die Arzneimittelkontrolle. 1983 wurde ihm der Titel Pharmazierat verliehen. Verhandlungen mit der Treuhand nach der politischen Wende in der DDR sorgten dafür, dass die Apotheke im Dezember 1990 wieder in eigener Regie weitergeführt werden konnte. 1992 nahm Gunhild Bogs ihre Arbeit dort wieder auf, trug vorwiegend für die kaufmännischen Belange die Verantwortung bis zu ihrem Eintritt in die Rente 1998. Im Jahr 1998 legte Dr. Hans-Ulrich Bogs die Apotheke in die Hände von Tochter Katrin Wagner, geb. Bogs, die seither bereits mehr als 10 Jahre in dritter Generation die Familientradition weiterführt. Gunhild und Hans-Ulrich Bogs haben indessen 2012 die goldene Hochzeit gefeiert und konnten neben den Kindern Martin, Katrin (geb. 1966) und Steffen (geb. 1971) und den vier Enkelkindern rund weitere 50 Gäste begrüßen – ein Zeichen für die positiven Spuren, die beide in ihrem bisherigen Leben schon gelegt haben.
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