MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Sigrid und Ulrich Reimann

„Gesund bleiben“ – ihr größter Wunsch

Sigrid und Ulrich Reimann

Birkenweg 1
06785 Oranienbaum
Fon: 034904 / 20541

Sie kennen sich aus fernen Schülertagen, denn mit 14 Jahren haben sie sich bei der Aufnahme in die Oberschule kennengelernt. Die Ärztin Dr. Sigrid Reimann und ihr Mann Ulrich, der Diplomingenieur für Schiffselektrotechnik, sind seit 1965 glücklich miteinander verheiratet und wohnen seit 1967 in Oranienbaum, nahe der Autobahn 9 gelegen, in der Nähe des Gartenreichs Wörlitzer Park in Sachsen-Anhalt. Das Ehepaar hat zwei Kinder und fünf Enkel. Tochter Imke, geboren 1966, arbeitet als Logopädin (Sprachtherapeutin) in einer großen Reha-Klinik. Sohn Volker, der 1973 zur Welt kam, ist gelernter Bankkaufmann. Sigrid Reimann, die 1941 in Köln das Licht der Welt erblickte, ist die Tochter eines Mittelschullehrers und einer Sachbearbeiterin. Weil der Vater, der 1938 nach Burg bei Magdeburg versetzt wurde und in den Krieg ziehen musste (1942 gefallen), wollte die Mutter ihr Kind bei den Eltern in Köln zur Welt bringen. Mit fünf Monaten kam Sigrid nach Burg. Ihren 2. Vater lernte sie mit sieben Jahren kennen. Ihre Eltern zogen wegen der Arbeit des Stiefvaters nach Leipzig, wo Sigrid 1959 das Abitur abgelegt hat. Schon als Schulkind stand für sie beizeiten fest: „Ich möchte Ärztin werden!.“ Sie studierte sechs Jahre Medizin in Leipzig und wurde damit 1965 fertig. Sigrid Reimann absolvierte ihr Pflichtjahr in Kühlungsborn an der Ostsee, denn ihr Mann studierte noch in Rostock Schiffslektrotechnik. Die Facharztausbildung zur Lungenärztin und die Promotion schlossen sich von 1967–1972 an. Sie wurde 1974 Oberärztin und arbeitete viele Jahre in Oranienbaum und in Einrichtungen des Paul-Gerhardt-Stifts in Wittenberg. Im Zuge der Wende erlebte sie mehrere Umstrukturierungen und arbeitete zuletzt in der Pulmologischen Abteilung des Paul-Gerhardt-Stifts in Wittenberg. Sie hat gerne als Ärztin gearbeitet, obwohl die Nachtdienste schon stressig waren. Noch als Rentnerin machte sie für eine erkrankte Kollegin Praxisvertretung – ohne Nachtdienste. Ulrich Reimann, ebenfalls Jahrgang 1941, wurde in Burg bei Magdeburg geboren. Der Sohn eines Bankkaufmanns und einer Schulsekretärin wuchs mit noch drei Geschwistern auf. Seine Schulzeit verbrachte er in Burg, seinen Armeedienst in Schwerin. Nach seinem Studium in Rostock begann er als Berechnungsingenieur im Elektromotorenwerk Dessau. Da das Unternehmen die Wende überstand, hatte er die Chance, dort 40 Jahre bis zur Rente zu arbeiten. Er übernahm beizeiten Verantwortung als Gruppen- und Abteilungsleiter und hängte noch zwei Arbeitsjahre über die Rente hinaus dran. „Es hat viel Spaß gemacht, auch als das Unternehmen im Zuge der Wende unter neuer Führung umstrukturiert und rapide verkleinert wurde“, schätzt der Ingenieur heute ein. Die Eheleute sind stolz auf alles, was sie sich gemeinsam geschaffen und aufgebaut haben. Familie und Gesundheit empfinden sie als Glück. Kulturangebote rund um Dessau nehmen sie gerne an.
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