MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Brigitte und Hartwig Reichel

Harmonie in der Familie führt ins Glück

Brigitte und Hartwig Reichel

Stickerin, Verkäuferin
Agrotechniker
An der Lohe 24
08499 Reichenbach OT Mylau
Fon: 03765/ 14424

Geboren wurde sie als Brigitte Frenzel 1954 in Reichenbach (Vogtland), wuchs im nahen Pfaffengrün mit drei Schwestern auf. Als die Familie den Vater frühzeitig verlor, wurde Mutter Christa umso wichtiger als Bezugsperson für die heranwachsenden Mädchen. Nach dem Abschluss der 8. Klasse 1969 lernte die junge Brigitte, in frühen Jahren im Geräteturnen sportlich aktiv, in zweieinhalb Jahren den Beruf einer Stickerin in der heimischen Textilindustrie. Bis zur Familiengründung arbeitete sie am Ort in dem gelernten Beruf. 1974 heiratete sie Hartwig Reichel, 1975 kam die Tochter Daniela zur Welt, 1976 wechselte sie für immer nach Mylau, wo die junge Familie im von seinen Großeltern übernommenen Einfamilienhaus bis heute ihre Heimstatt gefunden hat. Brigitte Reichel fand bis 1985 Arbeit als Reinigungskraft in einer Arztpraxis, wechselte dann zur Konsumgenossenschaft als Verkäuferin, blieb dort, als das Geschäft 1990 von der EDEKA-Gruppe übernommen wurde. Nach einer Umschulung wurde sie von der Fleischerei Wolf in Mylau als Verkäuferin eingesetzt. Dann brachte sie vier Jahre für das Autohaus Zeidler Mylau die Wagen für den Verkauf auf Vordermann, ist seit zwei Jahren nun in der Filiale Neumark der Fleischerei Otto aus Fraureuth-Beiersdorf im Einsatz. Mit ihrem Mann Hartwig freut sie sich an zwei Enkelkindern und dem am Haus gelegenen Garten. Mit ihrer Schwester unternimmt sie schöne Busreisen, wenn ihr bodenständiger Mann unbedingt zu Hause bleiben will. Hartwig Reichel vom Jahrgang 1952 kam in Aue auf die Welt, doch wuchs der Sohn eines Lehrers im Kreis von fünf Geschwistern in Mylau auf, besuchte dort die Schule bis zur 8. Klasse (Abschluss 1967). Drei Jahre dauerte seine Lehre als Agrotechniker. Die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) der Nachbargemeinden von Coschütz, Limbach und Neumark waren Stationen seiner Ausbildungs- und ersten Praxisjahre. In der Pflanzenproduktion der LPG von Unterheinsdorf fand er dann langjährige Aufgaben, wurde zuletzt hauptsächlich als Fahrer eingesetzt. Mit den Umstrukturierungen der Agrarwirtschaft nach dem Ende der DDR wurden die Zeiten für ihn unsicherer. Er erlebte Umschulungsmaßnahmen, den Einsatz im Getränkehandel und im Garten- und Pflanzenbau, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bei der Sanierung des Netzschkauer Alaunwerks. Im Jahr 2015 wechselte er in den Ruhestand. Nun freut er sich an seinen Hasen im Garten. Seit 1991 ist der passionierte Sportschütze Mitglied der traditionsreichen Privilegierten Schützengesellschaft Reichenbach und Umgebung e. V.
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