MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Johanna Reimann

Über vier Jahrzehnte im Dienst der Patienten im Vogtlandklinikum

Johanna Reimann

Lettestr. 6
08527 Plauen
Fon: 03741 / 420935   

Sie wollte Krankenschwester werden - und hat sich diesen Kindheitstraum auch erfüllt. Johanna Reimann, die Tochter eines Schneidermeisters und einer Haushälterin, wuchs zusammen mit vier Geschwistern im Vogtland auf. Geboren 1951 in Plauen, ist die ledige Mutter eines Sohnes (Matthias, 1980 zur Welt gekommen, Konstruktionsmechaniker, wohnt in Greiz) noch heute in ihrer Heimatstadt zu Hause. Sie ist ein Familienmensch, wohnt mit ihrer Schwägerin und Nichte in einem Haus. Nach ihrer Schulzeit (1957-1967) machte Johanna Reimann ein Jahr Aspirantur in Dresden, um für ihren späteren Beruf Praxisluft zu schnuppern. Anschließend ließ sie sich in Berlin drei Jahre lang zur Krankenschwester ausbilden. Im September 1971 kam sie zurück in ihre Heimat und begann am Vogtlandklinikum in der Frauenklinik erste Erfahrungen als Krankenschwester zu sammeln. Schon eineinhalb Jahr später übernahm die pflichtbewusste und stets hilfsbereite Vogtländerin Verantwortung als stellvertretende Stationsleiterin. 1980-1994 war sie Stationsschwester. Trotz Umstrukturierungen im Zuge der Wende blieb Johanna Reimann der Frauenklinik treu – und das bis 2004. Heute ist die Rentnerin stolz auf ihre Lebensleistung und auf ihren einzigen Sohn. Danach befragt, wer sie in jungen Jahren am meisten unterstützt hat, nennt sie ihre Mutter Maria, alle Geschwister und dabei insbesondere die große Schwester Marianne. Jeden Morgen gesund aufzuwachen, wertet Johanna Reimann als das größte Glück für sich. Sie lebt gern in Plauen, ist mit der Region fest verwurzelt und möchte hier niemals weggehen. Zu DDR-Zeiten machte sie unter anderem Urlaub in Ungarn, Bulgarien und der CSSR. Nach der Wende zog es die traditionsbewusste Frau nach Ägypten. Das bisher größte Erlebnis war für sie eine Schiffsreise nach Südamerika, wo sie den Amazonas kennenlernen durfte. Noch heute gerät die Vogtländerin ins Schwärmen, wenn sie davon erzählt. Neben Reisen gehören Theater- und Konzertbesuche zu Johanna Reimanns Leidenschaften. Sie beschäftigt sich zudem in ihrem großen Garten und liest gern. Im Vorstand ihrer Gartensparte „Haselberg“ arbeitet sie aktiv mit. Die Plauenerin hat sich nach der Wende acht Jahre als ehrenamtliche Jugendschöffin engagiert. Das war in den 1990er Jahren. Auch für ihre Familie hat sie ein großes Herz, liebt Geselligkeit. Wenn ihre Nichten und Neffen zu Besuch kommen, ist sie glücklich. Alle werden sie Weihnachten von ihr verwöhnt. Dann kocht Johanna Reimann gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester das schlesische Weihnachtsessen ihrer Mutter: Kartoffeln, Sauerkraut und Roster mit Pfefferkuchensoße. Und zum Nachtisch gibt es Mohnklöße. Johanna Reimann möchte gesund alt werden und „niemandem zur Last fallen“. Dass sie nicht Auto fahren kann, bereut sie inzwischen. Sie wünscht sich für die Zukunft weiterhin Harmonie in ihrer Familie.
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