MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Manfred Reichenbächer
Kein Mann der großen Worte
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Am Friedensberg 4
07745 Jena
Fon: 03641 / 615077
Er gibt nicht viel von sich preis, der ruhige Dr. Reichenbächer. Es war ihm immer wichtiger, seine Arbeit in hoher Qualität zu tun, als sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei muss er sich vor seinen Fachkollegen keineswegs verstecken. Dr. Manfred Reichenbächer ist ein brillanter Wissenschaftler und ein kompetenter Dozent.
Manfred Reichenbächer wird 1941 im thüringischen Großgeschwenda geboren. Sehr zeitig interessiert er sich für naturwissenschaftliche Zusammenhänge, bei ihm stehen Chemie und Physik in der Schule ganz oben. In Jena absolviert der junge Mann das Abitur, und er kommt nach dem Armeedienst hierher zurück. An der Friedrich-Schiller-Universität schreibt sich Manfred Reichenbächer 1962 zum Chemiestudium ein. Er merkt bald, es ist die richtige Entscheidung, und er wird der Universität bis zu seinem Ruhestand erhalten bleiben. Nach erfolgreichem Studienabschluss beginnt er seine Karriere als Assistent, bald beruft man ihn zum Oberassistenten, danach zum wissenschaftlichen Mitarbeiter. 1971 schließt der engagierte Chemiker seine Promotion ab. Die Tätigkeit an der Universität ist für Dr. Reichenbächer die effektivste Art, wissenschaftliche Forschung und moderne Lehre zu verbinden. In den Jahren seiner Tätigkeit ist er seinen Studenten ein strenger, aber gerechter Lehrer, betreute Diplomanden und Doktoranden erfolgreich zum Diplom, manchen von ihnen zur Dissertation. Er arbeitet hauptsächlich auf dem Gebiet der Fotochemie und der analytischen Chemie, herausragende Forschungserfolge zeugen von seiner fachlichen Kompetenz. In zahlreichen Publikationen macht Dr. Reichenbächer seine Ergebnisse einem breiten Fachpublikum zugänglich, ein Projekt wird in die industrielle Anwendung überführt. Nach der Wende ändern sich auch an der Universität die Strukturen, doch die fachlichen Inhalte bleiben. Bis zu seinem Ruhestand arbeitet der Analytiker an verschiedenen Projekten, insbesondere auf dem Gebiet der pharmazeutischen Analytik. Langjährige Erfahrungen der Strukturanalytik wurden in einem Übungsbuch verfasst. Jetzt ist Dr. Reichenbächer im wohlverdienten Ruhestand, den er gemeinsam mit Gattin Margrit genießt. Von ihr spricht er in herzlichen Worten. Sie hat ihm stets den Rücken freigehalten, hat für ein harmonisches Familienleben gesorgt. Gern besuchen die Reichenbächers ein Konzert oder sie gehen in die Oper. Und kommen die beiden erwachsenen Söhne mit ihren Familien zu Besuch, dann ist’s fast wie früher.