MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Inge Reh

Aus jeder Situation des Beste gemacht

Inge Reh

Erzieherin / Lehrerin
Paul-Söllner-Straße 6
08547 Plauen
Fon: 03741 / 521138

Der Start ins Leben fiel für Inge Reh nicht besonders glücklich aus. 1934 in Plauen geboren, lernte sie ihren Vater, der kurz vor ihrer Geburt verunglückte, nicht kennen, ihre Schulzeit war noch von Lehrern mit Rohrstock geprägt, Fliegeralarm gehörte zum Alltag in Kriegsjahren. Als sie die 8. Klasse beendet hatte, entschied sie sich für eine Arbeit mit Kindern. In einem Vorjahr wurde sie noch auf Eignung geprüft, konnte dann aber an der Kindergärtnerinnenschule in Zwickau studieren. Nach ihrer zweijährigen Ausbildung als Erzieherin startete sie ihr Berufsleben in Reusa (Plauener Stadtteil) als Hortnerin, durfte nach dreijährigem Fernstudium noch in Waldenburg die Prüfung als Lehrerin für die Unterstufe ablegen. In Reusa avancierte sie zur Hortleiterin, wechselte später an die Johann-Friedrich-Herbart-Schule. Nach der Geburt des Sohnes 1963 blieb sie zwei Jahre zu Hause, dann arbeitete sie wieder als Hortnerin an der Ernst-Thälmann-Oberschule, unterrichtete zuletzt in den unteren Klassen. Da diese Schule nach der Wende zum Gymnasium gewandelt wurde, wechselte sie als Unterstufenlehrerin an die Diesterweg-Schule, ging aber nach wenigen Jahren in den Vorruhestand und 1993 in Rente. Freiberuflich engagierte sie sich noch einige Jahre für die Volkshochschule, gab Deutschkurse für Ausländer. 1959 hatte Inge Reh ihren Mann Günter geheiratet (in Bad Elster, um sich vor dem Trubel im Bekanntenkreis zu drücken), auf der Hochzeitsreise in die tschechoslowakische Republik lernten sie Prag kennen. Günter Reh hatte sich, immer in der gleichen Firma, vom Stift zum Prokuristen entwickelt, ist heute längst ebenso Rentner, krankheitsbedingt nunmehr ihrer täglichen Fürsorge anvertraut. Zu DDR-Zeiten hatten sie mit dem Motorrad (Jawa), später mit dem Trabant die ganze DDR bereist, Fußballspiele und andere Sporthöhepunkte erleben dürfen, jahrelang an der Ostsee bei Warnemünde ein Stammquartier nutzen können. Busreisen führten sie ab 1990 vielfach auch in den Teil Deutschlands, der ihnen bis dahin verschlossen war. Mit Freude genossen sie auch die Reisen in die Sonne, nach Spanien, Portugal, auf die Kanarischen Inseln. Diese Freuden lässt der Gesundheitszustand von Günter Reh heute leider nicht mehr zu. Im vor zwölf Jahren gekauften Haus, mit viel Liebe und Energie auf Vordermann gebracht, auf dem Gartengrundstück im Stadtteil Reißig fühlen sie sich aber auch in der Heimat wohl.
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