MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter Reil

Ohne 2, Spiel 3 mal Kreuz …

Günter Reil

Skatclub „Böse Buben Auersberg“
08359 Breitenbrunn

..., ist das die Ansage, und liegt im Skat nur der Kreuz-Bube, dann hat man überreizt. Jeder Skatspieler wisse, was es heißt, von einem zu niedrigen Spielwert auszugehen, meint Günter Reil. Durch geschicktes Agieren müsse der „Alleinspieler“ nun das Spiel bis 36 aufwerten. Günter Reil ist Gründungsvater des Skatclubs „Böse Buben Auersberg“. Skatspielen gehört seit Jahrzehnten zum Leben von Günter Reil, der aus Ehrenberg bei Waldheim stammt. Er macht Abitur und leistet seinen Wehrdienst. Die Arbeit als Wismut-Kumpel unter Tage verschlägt ihn ins Erzgebirge. Nach einem Fachschul-Fernstudium übernimmt er 1959 die Leitung eines Kulturhauses, das dem Erlabrunner Bergarbeiterkrankenhaus gehört. Jeden Monat organisiert Günter Reil ein Skatturnier. Ein Angebot, das die Wismutkumpel, die Einwohner und zum Teil auch die Patienten gern nutzen. Für den Kulturhauschef ist es der Beginn einer Leidenschaft für ein königliches Spiel. Günter Reil absolviert ein zweites Fernstudium, das er als Diplom-Ökonom für Gesundheitspolitik abschließt. Das Krankenhaus überträgt ihm verantwortungsvolle Positionen in verschiedenen Bereichen. Von 1978 bis 1991 sitzt er auf dem Stuhl des Ökonomischen Direktors. Die Arbeit im Krankenhaus sei „eine schöne Zeit“ gewesen, so Günter Reil. Unmittelbar nach der Wende, im März 1990, gründet er den Skatclub und übernimmt dessen Vorsitz. „Dreimal monatlich wird gespielt: in Breitenbrunn, Erlabrunn und Johanngeorgenstadt. Aus den Turnieren ermitteln wir den Klubmeister“, erzählt Günter Reil. Jährlich wird in Breitenbrunn der Preis des Bürgermeisters ausgetragen. Und zweimal im Jahr tritt der Club im benachbarten Tschechien an. Um knapp neun Punkte verfehlt eine Mannschaft der „Bösen Buben“ 2009 den Sprung in die 1. Bundesliga. Sie spielt nun in der zweiten Bundesliga und trainiert für die nächste Chance. Chancen aufzusteigen hätten auch zwei Mannschaften aus der Sächsischen Liga, unterstreicht Günter Reil. 43 Mitglieder zählt der Skatclub „Böse Buben Auersberg“. Einer aus seiner Mitte ist Schatzmeister im Präsidium des Deutschen Skatverbandes. Bis vor fünf Jahren hatte Günter Reil dieses Amt auf der sächsischen Landesebene inne. Sitzt der 75-Jährige nicht in einer Skatrunde, dann ist er in seinem Garten zu finden oder in der Sauna. Er sei immer mit Vielem beschäftigt, betont er. Jedes Jahr unternimmt er mit seiner Frau Gertrud, mit der er über 50 Jahre verheiratet ist, eine größere Reise. Vier Kinder haben sie großgezogen. Ein Besuch bei ihnen sei eine Rundreise quer durch Deutschland, sagt Günter Reil. Noch lange möchte er die Gemeinsamkeit mit seiner Frau genießen, und Skat spielen …
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