MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Manfred und Runa Rantzuch

Gemeinsam durch dick und dünn

Manfred und Runa Rantzuch

Bäcker, Berufsoffizier
Damenschneiderin, Sachbearbeiterin
Geithainer Str. 3
09306 Rochlitz

Die diamantene Hochzeit rückt näher und näher. Im Jahr 1958 hatten sich Runa und Manfred Rantzuch das Ja-Wort gegeben, Respekt und Vertrauen zur Grundlage ihres gemeinsamen Lebens gemacht. 1934 kam Manfred Rantzuch in Bräunsdorf (Striegis) zur Welt. Nach dem Schulbesuch am Ort, 1948 mit der 8. Klasse abgeschlossen, begann er eine dreijährige Lehre als Bäcker bei der Konsumgenossenschaft. Wie selbstverständlich schien es ihm, die Aufbau- und Aufbruchsjahre nach dem Kriegsende mitzugestalten, deshalb engagierte er sich frühzeitig in der „Freien Deutschen Jugend (FDJ)“. Obwohl durch eine komplizierte Erkrankung zeitweise gehandicapt, war der junge Geselle beruflich und gesellschaftlich sehr aktiv, wurde in der Konsum-Bäckerei schon als Schichtleiter eingesetzt. 1952 wechselte er in den Bergbau zur SDAG Wismut. Zeitweilig war er als Fördermann auch untertage unterwegs, agierte dann als Mitglied der Kreisleitung Wismut der FDJ. 1955 verpflichtete er sich zur Kasernierten Volkspolizei, erlebte den Umbau zur Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR mit, besuchte deren Polit-Schule in Berlin-Treptow, wurde als Polit-Offizier am Standort Klietz (Altmark) tätig. Als er 1963 im Rang eines Hauptmanns aus dem Armeedienst ausschied, konnte er als Mitarbeiter für Sicherheitsfragen bei der Kreisleitung Rochlitz der Sozialistischen Einheitspartei (SED), deren Mitglied er schon seit langem geworden war, ein neues Kapitel beginnen. Wichtige Aufgaben ergaben sich dabei in der Organisation und Betreuung der „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“. Oft unterwegs, „die Partei ging vor“, kümmerte seine Frau sich derweil um Kinder und Haushalt. Zuletzt war er noch am Wehrkreiskommando in Geithain angestellt, doch die gesellschaftlichen Veränderungen in der DDR 1989/90 ließen den vorzeitigen Ruhestand angeraten erscheinen. Seine Frau Runa wurde 1939 in Jahnsdorf / Erzgebirge geboren. Der frühe Tod einer nachgeborenen Schwester setzte einen ersten schweren Schock. Ihren Eltern, die als Neubauern später eine kleine Landwirtschaft betrieben, musste sie zeitig helfen. In Jahnsdorf besuchte sie die Schule bis zur 8. Klasse, absolvierte danach eine Ausbildung zur Maßschneiderin, arbeitete in der Musterabteilung einer Firma in Niederwürschnitz. Nach der Heirat kümmerte sie sich in Klietz um die Kinder (Kerstin 1959, Uwe 1960, Eike 1967). Nach der Rückkehr arbeitete sie u. a. dreizehn Jahre für die Besamungsstation Rochlitz, engagierte sich im Rahmen der Nationalen Front und mehrere Jahre als Stadträtin in Rochlitz, wirkte ab 1981 als zivile Sachbearbeiterin für das Wehrkreiskommando der NVA, wurde 1990 von der Bundeswehr übernommen und bis zum Renteneintritt 1995 im Bereich Öffentlichkeitsarbeit des Verteidigungsbezirkskommandos Chemnitz eingesetzt. Sechs Enkel und fünf Urenkel erfreuen das Großelternpaar.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz