MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Edmund und Renate Raunest

Erfüllte Jahre in Beruf und Familie

Edmund und Renate Raunest

Tischler
Weberin, Krankenpflegehelferin
Hauptstr. 56
04680 Colditz OT Hausdorf

In dem Haus, wo sie 1946 als Renate Scheibe auf die Welt kam, lebt sie heute noch. Zehn Jahre (1953–1963) besuchte sie die Schule im Geburtsort Hausdorf (Mittelsachsen). Zwei Jahre dauerte ihre Lehre als Weberin im Textilwerk Hartha. Anschließend arbeitete sie im Lehrbetrieb in zwei Schichten, bis die Familiengründung, 1970 wurde Sohn Steffen, 1974 Tochter Kathrin geboren, zu beruflichen Pausen zwang. Als auch für Kathrin ein Kindergartenplatz zur Verfügung stand, begann sie in Teilzeit als Reinigungskraft im Colditzer Krankenhaus, seinerzeit im Schloss angesiedelt. Als 1995 die Einrichtung in Abwicklung war, sie ins Grimmaer Krankenhaus wechseln sollte, wurde vorausgesetzt, dass sie eine Ausbildung zur Krankenpflegehelferin absolviert. Fast fünfzigjährig wagte Renate Raunest den Schritt, legte zuvor noch die Führerscheinprüfung ab und konnte die einjährige Bildungsmaßnahme erfolgreich abschließen. Bis zum Wechsel in die Altersteilzeit (2007) erlebte sie noch beruflich spannende Jahr im Einsatz für ihre Patienten. Seit 2009 ist sie im Ruhestand. Edmund Raunest (Jahrgang 1942) musste erleben, wie die sowjetische Armee den Heimatort Rentschkau (Kreis Thorn, Westpreußen) überrannte, den älteren Bruder, der sich nicht strikt ans Ausgangsverbot gehalten hatte, erschoss. Die Eltern mussten mit der Familie das Bauerngut verlassen, konnten erst 1947 nach Deutschland umsiedeln. Im Dreieck zwischen Freiberger und Zwickauer Mulde fanden sie Aufnahme. Erste Station war Wendishain bei Leisnig, wo sie bei einem Bauern unterkamen. 1960 konnten sie in Erlbach eine eigene Wohnung beziehen. Da war Sohn Edmund, der die Schule vier Jahre in Wendishain und dann vier Jahre in Hartha besucht hatte, schon Tischlergeselle. Die Lehre absolvierte er 1957 bis 1960 bei der Firma Rengelshausen. Zwei Jahre verpflichtete er sich sodann zur Armee, war in Oranienburg stationiert. Zurück im Zivilleben begann er kurz in einer privaten Tischlerei, konnte dann aber bei der Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) Holz bis 1988 erfüllte Berufsjahre erleben. Dann sollte er als Tischler beim Elektromotorenwerk ELMO in Hartha durchstarten, doch dem Werk drohte mit den neuen politisch-wirtschaftlichen Verhältnissen 1990 das Aus. Da fand er bei der Tischlerei Kern im nahen Wallbach neue Aufgaben, bis zum Ruhestand 2002 noch einmal eine glückliche Zeit. Heute hat das Ehepaar Freude an den Enkeln und liebt lange Spaziergänge.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz