MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Päd. Arndt Rank

Lebendiger Zeitzeuge

Arndt Rank

Lehrer i.R. Pestitzer Str. 8 01187 Dresden Fon: 0351 / 4014231

1924 wurde Arndt Rank in Dresden geboren. Er wuchs in jenem denkmalgeschützten Jugendstilhaus auf, das schon immer in Familienbesitz war und in dem er heute noch lebt. Eingerichtet ist die Villa in der sächsischen Metropole mit Möbeln aus dem alten Preußen. Nach der Volksschule ging Arndt Rank auf ein Gymnasium für Jungen und machte 1942 das Kriegsabitur, wie er es nennt. Anschließend wurde er an der Technischen Hochschule Dresden immatrikuliert und wollte Maschinenbau stdieren. Doch dann musste er zum Arbeitsdienst. Schließlich wurde Arndt Rank zur Infanterie eingezogen. Über Polen und Frankreich kam er nach Dänemark. Dort diente er in der Nachrichtenabteilung. Im Februar 1944 lautete sein Marschbefehl: Ostfront. Bereits im März 1945 ging er in Ostpreußen in Gefangenschaft und kam über mehrere Lager ins Baltikum. Arndt Rank arbeitete im Bergwerk, wurde dort zum Elektriker ausgebildet, verdiente als Schachtelektriker recht gut und wurde als Bestarbeiter geehrt. „Es war eine harte, aber interessante Arbeit“, erinnert sich Arndt Rank. 1948 absolvierte er im Baltikum einen Antifa-Lehrgang für deutsche Geschichte mit Auszeichnung. In den Gebietsschulen der UdSSR in Tallinn und bei Riga beschäftigte er sich mit Geschichte, Marxismus-Leninismus und Philosophie. Nach seiner Entlassung im Januar 1949 gelangte Arndt Rank wieder nach Dresden. Als Elektriker arbeitete er zunächst bei der DREWAG, war Sekretär der Freien Deutschen Jugend und Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands. So bewarb er sich im Herbst 1949 um eine Neulehrerstelle. Neben seinem Unterricht an verschiedenen Dresdner Schulen absolvierte Arndt Rank ein Fernstudium für Geschichte. Dieses Fach unterrichtete er schließlich auch als Direktor der 81. Polytechnischen Oberschule (POS) Dresden-Dölzschen. „Es war eine schöne Zeit“, kommentiert Arndt Rank. Doch 1959 wurde er zum Kreisvorsitzenden der Gewerkschaft für Unterricht und Erziehung delegiert. Gleichzeitig war er da Mitglied im Kreis- und Bezirksvorstand des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes. Ein postgraduales Studium in Potsdam beendete Arndt Rank als Diplom-Pädagoge und kehrte 1961 in den Schuldienst zurück – als Direktor der 23. POS Dresden-Strehlen. Ab 1965 unterrichtete er an der 35. POS in allen Klassen Staatsbürgerkunde und Geschichte. Doch da er sich mit der Parteileitung und dem Schulrat überwarf, reduzierte sich sein Unterricht auf das Fach Musik. Aber dennoch war er stets als Klassenlehrer tätig. 1989 wurde Arndt Rank noch mit den Titeln Oberlehrer und Studienrat geehrt, ehe dann in Rente ging. Das zeitweilige Unterrichtsfach Musik war für ihn nicht ganz so abwegig. Denn das Musizieren ist seine Lieblingsbeschäftigung. Er war Mitglied des Orchesters der Gebietsspielschar Sachsen und später jahrelang Mitglied im Dresdner Akkordeonorchester. Noch jetzt lässt Arndt Rank die Orgel erklingen. Außerdem hält der pensionierte Lehrer Vorträge über Musikerbiografien bei der Volkssolidarität. und im Seniorenkreis der Gemeinde. Und stets hören alle gespannt zu. Denn Arndt Rank fasziniert mit seinem Wissen. So ist er ein unschätzbarer Zeitzeuge für die jüngere Generation und geschätzt für seine Projektarbeit am Plauener Gymnasium über die Geschichte der Lehreinrichtung – ehrenamtlich versteht sich, wie alle seine Tätigkeiten.
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