MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Wolfgang und Karla Quitzsch
Durchhaltevermögen und Lebenswille
Steinstr. 31
04838 Eilenburg
Fon: 03423 / 608199
Karla Quitzsch wurde am 27.07.1953 im sächsischen Rochlitz geboren. Die Eltern waren als Buchhalter tätig. Karla besuchte die POS in ihrer Heimatstadt und machte anschließend das Abitur auf der Erweiterten Oberschule. „Eigentlich wäre ich gern Maschinenbau-Ingenieurin geworden, habe mich dann aber doch für den Lehrerberuf entschieden“, sagt sie. Von 1972–1976 studierte Karla an der Pädagogischen Hochschule in Leipzig. Nach dem Praktikum in Leisnig wurde sie an einer Schule in Eilenburg eingesetzt. Damals unterrichtete sie die Fächer Russisch und Geschichte. 1978 heiratete Karla ihren Mann Wolfgang Quitzsch, der vorrangig als Oberlehrer für Sport und Vereinstrainer auf dem umfassenden Gebiet der Leichtathletik arbeitete. Im selben Jahr wurden ihre Zwillinge Andreas (Prokurist bei einer brandenburgischen Tiefbaufirma) und Uwe (IT-Mitarbeiter bei der AOK) geboren. Mittlerweile gehören auch vier Enkel zur Familie. Karla Quitzsch qualifizierte sich und lehrte im Verlauf ihres Berufslebens weitere Fächer, wie Gemeinschaftskunde und Englisch. Für das Fachgebiet Deutsch als Zweitsprache studierte sie 2002 an der TU Dresden. „An den Wochenenden waren wir durch den Trainerjob meines Mannes sehr oft zu den verschiedensten Wettkämpfen unterwegs. Auch unsere beiden Söhne hatten sich der Leichtathletik verschrieben, starteten als Geher und wurden mit der Mannschaft Deutsche Meister“, berichtet die ebenso sportbegeisterte Mama stolz, die bis heute beim VfL Eilenburg aktiv ist. Seit einiger Zeit ist Karla Quitzsch pensioniert und genießt das Leben mit ihrer Familie. „Unser harmonischer Zusammenhalt macht mich sehr glücklich. Wir kochen gemeinsam, basteln mit den Enkeln und treffen uns regelmäßig“, erzählt sie. Nach einem schweren Verkehrsunfall im Sommer 2008 hat sie sich mit Durchhaltevermögen und Ehrgeiz ins Leben zurück gekämpft. „Ich wollte wieder selbstständig laufen können und habe es geschafft. Anfangs sah es eine ganze Weile nicht danach aus“, erinnert sie sich an diese schweren, schicksalhaften Monate. Zu ihren heutigen Lieblingsbeschäftigungen zählen unter anderem Computerspiele, lesen und das schöne Eigenheim, welches sie mit ihrem Mann seit 1978 bewohnt. Geduldig hilft sie auch den Enkeln bei ihren Hausaufgaben. „Leider kann ich nicht zeichnen. Dieses Talent hätte ich gern gehabt“, schmunzelt Karla Quitzsch, die besonders seit ihrem Unfall gelernt hat, in jedem Tag das Besondere zu sehen. „Gesundheit ist Glück für mich“, sagt sie. Deshalb hat sie auch keine großen materiellen Wünsche. „Vielleicht ergibt sich irgendwann eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn, auf die ich meine Enkel gern mitnehmen würde“, überlegt sie und strahlt Zuversicht und Zufriedenheit aus.