MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Monika Raffs

Kreuz und quer durchs Leben

Monika Raffs

Finanzfachfrau
08371 Glauchau

In ihrer Heimatstadt, dem sächsischen Glauchau, wurde Monika Raffs 1941 geboren, ihr ist sie treu geblieben, über dreißig Jahre wirkte sie in der Stadtverwaltung, seit sechzig Jahren findet sie ihr Glück im Garten. Ihre Eltern waren in der Textilindustrie tätig, doch der Vater starb früh, als die junge Monika fünf Jahre alt war. Aber sie hatte das Glück, als sich ihre Mutter erneut band, auch mit dem Stiefvater gut auszukommen. Sie besuchte die Schule bis zur 8. Klasse, erhielt einen Anlernvertrag für die Zwirnerei, so dass sie bereits nach einem Jahr eigenes, wenn auch bescheidenes Geld verdiente. Dreizehn Jahre arbeitete sie dort im Schichtbetrieb, unterbrochen von Auszeiten bei der Familiengründung. Nur wenige Tage nach ihrem achtzehnten Geburtstag heiratete sie ihren Siegfried, noch im selben Jahr 1959 kam Sohn Bernd zur Welt. Zwei Jahre blieb sie zu Hause, eine schwierige Zeit, zumal ihr Mann (Meister der Textilindustrie) in jenen Jahren Armeedienst leistete. Doch die erneute Schichtarbeit beanspruchte dann ihre Gesundheit, so dass die Betriebsärztin zu einem Berufswechsel riet. Da traf es sich günstig, dass man im Glauchauer Rathaus nach Verstärkung suchte. Monika Raffs begann in der Abteilung Volksbildung, war die nächsten fünf Jahre mit den Abrechnungen für Kindergärten und das Schulessen beschäftigt, wuchs so in den Finanzsektor. Für weitere sieben Jahre wurde sie im Bereich Planung eingesetzt, konnte sich in dieser Zeit zur Finanzfacharbeiterin qualifizieren, obwohl sie nah dran war, die Weiterbildung aufzugeben, so schwer fiel ihr zwischenzeitlich das Lernen. Doch sie hielt dann durch und konnte ihren Abschluss vorlegen. Nur mit dem neuen Chef in der Planung kam sie nicht so zurecht, so dass es ihr gelegen kam, als die Abteilung Grünanlagen und Bestattungswesen jemanden für die Buchhaltung suchte. Hier konnte sie lange erfüllte Berufsjahre verbringen, wurde zuletzt zwei Jahre als Hauptbuchhalterin für den Bereich eingesetzt. Mit dem Ende der DDR kamen 1990 neue Strukturen, die Abteilung wurde nun mit dem Bereich Abfallwirtschaft zusammengelegt, sie blieb Bereichsökonomin für die gewohnten Aufgaben. Als die Grünanlagen privatisiert wurden, blieb sie bei der Stadt, nun im städtischen Bauhof und die letzten fünf Jahre bis zum Renteneintritt im Jahr 2001 wieder im Bereich Planung; den einstigen Chef gab es noch, aber als gereifte Persönlichkeiten kamen sie nun miteinander aus. Wandern und das Kegeln im Sportverein gehörten einst zu ihren Aktivitäten, die sich heute auf den Kleingarten konzentrieren. Als ihr Mann Siegfried 1988 starb, fand sie einige Jahre später in Horst Sänger einen neuen Lebensgefährten, mit dem sie bis zu dessen Tod 2013 besonders auf den achtzehn gemeinsamen Kreuzfahrten die Welt entdecken konnte.
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