MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Harald Radüchel
Ungern halbe Sachen machen
Freier Architekt
Hauptstraße 1 08236 Ellefeld Fon: 03745 / 751867
Das ist die Art des Architekten mit der er durchs Leben geht. Dem im Dezember 1964 in Rodewisch geborenen Harald Radüchel war die Selbständigkeit als Architekt nicht in die Wiege gelegt worden. Der aufgeweckte Junge wuchs in Rothenkirchen bei Steinberg auf, besuchte die Erweiterte Oberschule und legte das Abitur ab. Sein Interesse lag an der Gestaltung von Gebäuden, am Zeichnen, Rechnen und Planen. Deshalb absolvierte der junge Mann nach dem Wehrdienst ein Architektenstudium an der TU Dresden. Sein Abschluss mit Diplom erfolgte in der Wendezeit. Von der DDR her gewöhnt, dass Absolventen an einen Betrieb vermittelt wurden, war ihm die Jobsuche fremd und schwierig. Der Architekt fand Anstellung beim Landratsamt und sollte helfen, die neuen Strukturen aufzubauen. Doch bald merkte er, dass diese Tätigkeit nichts für ihn war. Er suchte weiter, auch in den alten Bundesländern, und wurde für ein Architektenbüro bei Hof tätig. Vier Jahre lang entwarf und plante der Architekt den Bau von Eigenheimen und Sparkassen bis hin zu Kirchen. Der Bauboom im Osten ließ die Firma zunehmend dort arbeiten. Da ergab sich für Harald Radüchel die Chance der Übernahme einer Filiale der Hofer Firma in Plauen, die er von 1994 bis 1999 leitete. Als die Aufträge weniger wurden, wurde das Zweigbüro aufgelöst und er arbeitete als selbstständiger Freier Architekt weiter. Im Jahr 2003 ließ er sich in Ellefeld.
Sowohl im Gewerbe- und Industriebau, als auch im Gesellschaftsbau ist er zu Hause. Unter seiner Planung und Leitung wurden Schlösser, Gutshäuser, Museen und Kirchen saniert. Als Architekt garantiert Harald Radüchel den Bau im Sinne des Bauherrn, sucht die günstigsten Angebote im Bereich der Gewerke, bereitet die Verträge vor und überwacht die Ausführung. Seit 2009 ist er auch als Fachplaner für Brandschutz tätig und saniert in diesem Bereich vorwiegend Schulen und Kindertagesstätten. Bei all diesen Tätigkeiten arbeitet er eng mit freiberuflichen Bauingenieuren zusammen.
Dem Architekten, dessen Lieblingsbeschäftigung die Arbeit ist, bleibt so wenig Freizeit. Die verbringt er nach der Ehescheidung am liebsten mit der jetzigen Partnerin. Früher bei Federball- und Tischtennisvereinen aktiv, spielt er nun immer noch in der Alte-Herren-Mannschaft Fußball.
Harald Radüchel ist froh, wenn Menschen, mit denen er zu tun hat, glücklich sind. Nach dem Lebensmotto: Da nun einmal nicht geschehen kann, was du willst, so wolle halt, was geschehen kann.“ (Terenz), wünscht er sich vor allem, dass seine drei Kinder ihren eigenen Weg gehen und selbstständig werden.