MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. Gerhard Raff

„Mehr Hirn!“ für die Welt

Gerhard Raff
Schriftsteller und Historiker

Wolfschlugener Straße 25
70597 Stuttgart
Internet: www.gerhardraff.de

Er ist der „meistgelesene Dialekt-Autor der Welt“, erklärt die Deutsche Verlagsanstalt. Richard von Weizsäcker bezeichnete ihn als „Wohltäter der Menschheit“. Er selbst nennt sich auch „Benefizschwätzer“. Denn zwischen Leipzig und Los Angeles, zwischen Hamburg und Palermo hat er in mehr als 20 Jahren durch seine Auftritte alljährlich eine halbe Million für Benefiz-Projekte erwirtschaften können – der Dr. Gerhard Raff. Der junge Degerlocher des Jahrgangs 1946 hatte seinen Berufsweg mit einem absolvierten Studium der evangelischen Theologie und Geschichte in Tübingen begonnen. Inspiriert aber von seiner Großmutter, wurde er 1973 schwäbischer Kolumnist der Stuttgarter Zeitung. Mit Geschichten aus dem heimatlichen Württemberg, deren Ende nicht abzusehen ist. 1985 kam sein erstes, zum Klassiker gewordenes Dialektbuch heraus: „Herr, schmeiß Hirn ra!“ Und wie Goethe einst „Mehr Licht!“ verlangte, forderte Gerhard Raff zehn Jahre später: „Mehr Hirn!“ Diese zweite Publikation bekam einen berühmten Illustrator: Loriot. Dadurch entwickelten sich enge Kontakte zu Loriots Geburtsstadt Brandenburg. Raff unterstützte mit diesem Buch die Rettung des dortigen Domes. Es folgten weitere Werke: „Raffs Raritäten“, „Die Schwäbische Geschichte“ und „Das dritte Hirn“. Die Doktorarbeit des wissenschaftlichen Autors und Historikers Dr. Raff „Hie gut Wirtemberg alle Wege!“ erschien in den neunziger Jahren in bisher drei Bänden. Mit dem Erlös des zweiten stiftete er die Pilgerherberge La Faba am spanischen Jakobsweg. Hier dürfen Pilger aus Baden-Württemberg kostenlos übernachten. Aber nur, wenn sie ein Gedicht von Schiller, Hölderlin oder Mörike rezitieren können! Mit dem nächsten Band, „Wirtemberg III“, konnte unter anderem 2002 die romanische Kirche von La Faba vor dem Einsturz bewahrt werden. Band IV ist im Entstehen begriffen. Daheim in Degerloch, als dessen Ureinwohner Gerhard Raff sich auch sieht. Schließlich wird seine Familie seit 1317 hier erwähnt. Und noch einen „Titel“ trägt er: „Multimillionenstifter mit Minimal-Einkommen“ nannte ihn die Schwäbische Zeitung. Die Stuttgarter Zeitung schrieb: „Raff ist, gemessen an seinen Einkünften, der spendabelste Mäzen der Menschheit“. Der mehrfache Preisträger will nicht damit aufhören, seine Honorare für kulturelle und soziale Projekte in aller Welt zu stiften, nur die Gesundheit bremst ihn leider seit einiger Zeit. Doch er ist dankbar, noch am Leben sein zu dürfen.
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