MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Sabine Ramdohr und Ehemann Günther
Beharrlichkeit
Friseurmeisterin
„Topfrisör“
Marzahner Promenade 1 A
12679 Berlin
Fon: 030 / 5429253
Obwohl sie täglich perfekt frisiert, hat selbiges nichts an Faszination eingebüßt und ist neben dem Genießen des Lebens absoluter Favorit auf der Skala der Lieblingsbeschäftigungen. Gefolgt von Sport, Garten Lesen, Kochen und Backen gehören die schönsten Stunden jedoch der Familie. Sohn Alexander arbeitete an einem Meinungsforschungs-Institut, Heiko als Berufskraftfahrer und Tochter Katrin trat in die Fußstapfen ihrer Mama.
Geboren wurde Sabine Ramdohr am 29.05.1951 in Aue. 1968 hatte sie die Ausbildung zur Friseuse beendet. Veränderung führte in die Region Schwarzenberg, die Versetzung ihres Ehemannes Günther nach Berlin. Dieser lernte Maschinenbauer mit Abitur, arbeitete im Beruf, studierte und machte den Abschluss zum diplomierten Sportlehrer. Selbst im Orientierungslauf zur DDR-Spitze zählend, betreute er in Berlin die Leistungssportler der Republik – eine Trainerstelle, die sich nach der Wende erübrigte. Heute arbeitet er gemeinsam mit seiner Frau in eingespieltem Team.
Diese begann im Dienstleistungsbetrieb der Hauptstadt, besuchte die Meisterschule, avancierte zur Schichtleiterin und wurde in anderen Betrieben als Meister eingesetzt.
Doch schon in den 80er Jahren wuchs der Wunsch nach Selbstständigkeit, den sie sich 1991 erfüllte. Den Laden ihres einstigen Dienstleistungsbetriebes zu übernehmen bedeutete harten Kampf. Sie schaffte es, und ihr Mann übernahm die Geschäftsführung.
Für einen weiteren Neuanfang wechselte sie in den Neubau des „Eastgate“ Berlin, wo sie kahle Räume empfingen. Nach zähen Rücksprachen erhielt sie die Genehmigung für Ausbau und Gestaltung in Eigenregie.
Für Mann, Sohn und Schwiegersohn bedeutete dies harte Zeiten, „stemmten“ sie alles allein.
Wella-Produkte behielt Frau Ramdohr bei und überzeugt – selbst sehr experimentierfreudig – mit allem, was das Friseurhandwerk zu bieten hat. Ob Trend-, Jugendweihe-, ABI-Ball-, Hochzeitsfrisuren oder konservative Schnitte, sie kann und macht alles, besticht durch Vorstellungen vor Publikum im „Eastgate“ und bietet den besonderen Kundenservice von Hausbesuchen.
Sie selbst und ihre bislang sieben Lehrlinge glänzen beim Schaufrisieren auf Siegertreppchen, wobei stetige Weiterbildung unabdingbar ist.
So allmählich liebäugelt die Meisterin mit dem nächsten Abschnitt als Rentnerin. Den Salon übernimmt Tochter Katrin, und die passionierte Omi freut sich auf mehr Zeit mit ihren drei Enkeln.