MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Wolfgang Quasdorf

Was geht wie besser

Wolfgang Quasdorf

Scharnhorststr. 8
09130 Chemnitz
Fon: 0371/ 722864

Prozesse zu optimieren, Schwächen finden, Lösungen erarbeiten. Wolfgang Quasdorf konnte mit langer Berufserfahrung auf diesem Weg vielseitige Aufgaben erfolgreich lösen. 1934 in Elterlein/ Erzgebirge zur Welt gekommen, wuchs er anfangs in Dessau auf, wo der Vater in der Flugzeugindustrie tätig war. Nach dem Krieg ging es zurück ins Erzgebirge, er schloss die Schule 1949 ab, ließ eine dreijährige Lehre zum Werkzeugmacher folgen. Sein Ingenieurstudium absolvierte er 1952/55 in Chemnitz (ab 1953 Karl-Marx-Stadt). Der Ingenieur für Umformtechnik wurde danach im Industriewerk Karl-Marx-Stadt eingesetzt, war beteiligt am Bau von Flugzeugmotoren. Als 1961 die Flugzeugproduktion der DDR eingestellt wurde, wechselte er zum Industrieverband Fahrzeuge (IFA) in der VVB Automobilbau, wirkte für die Zentrale Entwicklung und Konstruktion, spezialisierte sich vor allem auf den Bereich Karosseriebau. In strategischen Untersuchungen für neue Autotypen arbeitete er mit den besten Fachleuten (wie dem bekannten Formgestalter Prof. Clauss Dietel) zusammen, erlebte den Frust, als die Neuentwicklungen dann nicht in Produktion gingen. Im Fernstudium an der Technischen Universität (TU) Dresden qualifizierte er sich zum Diplom-Ingenieur, wurde im IFA-Ingenieurbetrieb Hohenstein-Ernstthal vor allem für technische Abläufe in den Automobilwerken (u. a. für LKW „W 50“) zuständig. Drei Monate im Irak (Bagdad) und Einsätze in Ungarn, der CSSR und der UdSSR ermöglichten internationale Kontakte. Nach dem Aus für die Fahrzeugproduktion der DDR wurde der Ingenieurbetrieb von der Firma Draus Heilbronn übernommen, später von TyssenKrupp. Die Fachleute aus Hohenstein-Ernstthal konnten schon bald in der VW-Planung mitarbeiten. Wolfgang Quasdorf übernahm nach einer Porsche-Anfrage ab 1992 die Planung der Karosserie der neuen Modelle Boxter und Carrera als voll automatisierte Schweißanlage. Er sammelte damals wichtige Erfahrungen beim Umstieg auf neue rationelle und flexible Produktionssysteme, war in Japan und Malaysia unterwegs. Als Abteilungsleiter Prozessplanung blieb er fünf Jahre über das Rentenalter hinaus, ging 2004 in den Unruhestand, hält zeitweise Vorlesungen zum Thema Karosseriebau an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und unterstützt das Federnwerk Marienberg bei Rationalisierungsvorhaben. Der Vater zweier Töchter war seit 1959 mit Frau Anneliese verheiratet (2001 verstorben) und ist fünffacher Großvater.
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