MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Horst und Ulrike Priemer

Ihre Arbeit in der Landwirtschaft wurde ihnen nie zur Last

Horst und Ulrike Priemer

Bauer
Bankkauffrau
Bergstr. 3
01594 Stauchitz  OT Panitz

Bis heute lebt er zusammen mit seiner Frau Ulrike (seit 1975 in zweiter Ehe verheiratet) in seinem Elternhaus in Stauchitz im Ortsteil Panitz. Horst Priemer aus Sachsen wurde dort 1935 geboren und ist in der Landwirtschaft aufgewachsen. Da war es naheliegend, dass er nach der Schulzeit (1941–1949) in seines Vaters Fußstapfen trat und nach dessen Tod als Bauer 1966 den elterlichen Hof übernahm. Horst Priemer wurde Vorsitzender der LPG, Typ I, und arbeitete von 1969-1989 als Traktorist in der LPG „Freundschaft“, Typ III. Es war sein bitterster Moment, als er sein Eigentum in die LPG einbringen musste und von nun an Angestellter und nicht mehr der Eigentümer seines Bauernhofes war. Daran erinnert sich Horst Priemer mit Tränen in den Augen. Er spricht von einer riesengroßen Umstellung. Im Nachhinein bekennt der Landwirt rückblickend, dass der Weg nicht schlecht gewesen sei. „Meine Arbeit ist mir nie zur Last geworden“, hebt Horst Priemer hervor. Er war mit Leib und Seele Bauer. Auch seine Frau, mit der er zwei Töchter hat (Ricarda, geboren 1977, Lehrerin, wohnt mit im Haus; Marika, geboren 1978, Beamtin im Amtsgericht Döbeln), war mit ihrer Arbeit als Finanzbuchhalterin in der LPG Stösitz eng verbunden. Dort hat Ulrike Priemer (hat einen Sohn aus erster Ehe, Randolf, geboren 1964, gelernter Baufacharbeiter, zweiter Sohn ist gestorben) auch ihren Horst kennengelernt. Sie kam 1946 in Wölkau bei Bischofswerda in Sachsen zur Welt und wuchs unter sechs Geschwistern auf. Der Vater arbeitete im Altstoffhandel, die Mutter war Hausfrau. Ulrikes Kindheit verlief behütet. Die Mutter legte viel Wert auf Bildung, so dass aus allen sechs Kindern etwas geworden ist, sagt Ulrike Priemer heute stolz. Nach der 10. Klasse lernte sie zweieinhalb Jahre Bankkauffrau bei der Sparkasse in Bischofswerda. 1969 fing sie bei der LPG „Freundschaft“ im Büro an und kümmerte sich bis über die Wende hinaus um die Finanzbuchhaltung. Alle Veränderungen in der Landwirtschaft hat sie ebenso wie ihr Mann Horst, der heute gern in seiner Freizeit Kreuzworträtsel löst, miterlebt. Dazu gehörte natürlich auch die Umstellung auf Computertechnik. „Für uns waren es Traumberufe, wir würden alles wieder genauso machen“, zieht Ulrike Priemer ihr Fazit. Und ihr Ehemann ergänzt: „Die Grundstücke sollen in Familienbesitz bleiben“. Seinen Vater sieht Horst Priemer als Vorbild, während Ulrike Priemer voller Liebe und Anerkennung über die große Lebensleistung ihrer Mutter spricht. Sie selbst, die es liebt, in den Wald zu gehen, ist auch gern Mutter und freut sich, wenn es den Kindern und sechs Enkeln, die inzwischen zur großen Familie gehören, gut geht.
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