MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karlheinz Präßler

Schaffenskraft, Bescheidenheit und Toleranz

Karlheinz Präßler

Ingenieur für Verfahrenstechnik
06766 Wolfen
 

Karlheinz Präßler wurde am 14.08.1942 in Altenburg geboren. Sein leiblicher Vater fiel 1945 an der Front, dennoch hatte er prägenden Einfluss auf seine spätere Berufswahl: Er war Chemiestudent, viele interessante Utensilien fanden sich noch im Elternhaus. Und so beschloss auch Karlheinz, Chemiker zu werden. Die Mutter hatte wieder geheiratet, mit dem neuen Mann kamen neben der Vaterfigur drei Geschwister zum eigenen Bruder hinzu. Trotz unterschiedlicher Hintergründe funktionierte die Patchwork-Familie sehr gut, die Eltern unterstützten alle Kinder gleichermaßen, Karlheinz wuchs zu einem aufgeschlossenen jungen Mann mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn heran. Nach der 10. Klasse machte er eine Ausbildung zum Chemiefacharbeiter im Stickstoffwerk Piesteritz, ging dann für zwei Jahre zur Armee nach Strausberg. Im Anschluss studierte er Verfahrenstechnik an der Ingenieurschule Magdeburg. Nach seinem Abschluss fing er 1966 als Betriebsingenieur im Elektrochemiekombinat (EKB) Bitterfeld an. Während seiner Studienzeit hatte er Heidrun kennengelernt – beim Fasching. 1967 wurde sie seine Frau, die beiden wurden stolze Eltern von drei Söhnen: Jörg, Frank und Thomas. Heidrun hatte Laborantin gelernt und studierte wie Karlheinz Verfahrenstechnik. Sie arbeitete danach ebenfalls im EKB, wechselte aber später in den kaufmännischen Bereich der Filmfabrik Wolfen. Karlheinz blieb sein gesamtes Arbeitsleben der Chlorchemie verbunden. Zunächst im Bereich Chlor-Alkali-Elektrolyse, dann war er zuständig für Chlor-Natronlauge und Wasserstoff. Er war Projektleiter beim Abriss alter und Aufbau neuer Anlagen, konnte auch nach der Wende und Privatisierung bei der heutigen AkzoNobel GmbH bleiben. Die vielen Entlassungen machten ihn sehr betroffen. 1995 ging er in den Vorruhestand. Daneben ist Karlheinz bis heute gesellschaftlich engagiert. Er war immer Mitglied der Chemiegewerkschaft BCE, wirkt seit vielen Jahren im Bürgerverein der Stadt Wolfen mit. Von 1989–1995 war er Betriebsrat. Auch privat hatte er einiges zu schultern. Seine Frau wurde 1985 aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme invalidisiert, Karlheinz hat den Haushalt und die Betreuung der Kinder weitestgehend allein übernommen. Zu dieser Zeit waren seine Ruhe und Gelassenheit ganz besonders gefordert. 2014 starb Heidrun. Die Familie hat zusammengehalten und Karlheinz ist sehr stolz auf seine Jungs, die Schwiegertöchter und die drei Enkelkinder. Natürlich verbringt er gerne Zeit mit ihnen, fühlt sich aber auch in der Gesellschaft seiner Nachbarn und Freunde sehr wohl. Außerdem liest er gerne oder geht spazieren – und wünscht sich noch viele schöne Jahre bei möglichst guter Gesundheit.
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