MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Herbert Priemer

Die Verkäuferinnendynastie

Herbert Priemer
Bergbautechnologe

Dorfstr. 24
04720 Großweitzschen OT Strochen

Herbert Priemer wächst in der schweren Zeit der Kriegs- und Nachkriegsjahre in Gersdorf auf, die für persönliche Ambitionen nicht viel Raum lassen. Der Vater fällt im Krieg, die Mutter arbeitet in der Landwirtschaft, um die Familie durchzubringen. Diese stirbt, als der Junge zehn Jahre alt ist, die Großeltern nehmen sich seiner an. Trotz dieser Schicksalsschläge blickt er auf eine behütete Kindheit zurück. Herbert Priemer absolviert nach dem Abschluss der achten Klasse eine dreijährige Tischlerlehre, danach arbeitet er bis 1958 als Hilfsarbeiter in der Wäscherei der Textilwerke. Ab 1959 ist bei den Kemlitzer Caolinwerken, holt hier die zehnte Klasse nach und schließt erfolgreich einen Meisterlehrgang als Bergbautechnologe ab. Im selben Jahr heiratet er seine Frau Inge, eine Verkäuferin, die 2013 stirbt. Bis zum Vorruhestand arbeitet er in der Caolinverarbeitung, welche den Rohstoff für die Porzellanherstellung liefert, unter den Abnehmern ist auch die Porzellanmanufaktur in Meißen. Herbert Priemer ist Vater zweier Kinder, die Tochter Silvia kommt 1959 zur Welt, hat ebenfalls zwei Kinder und arbeitet wie die Mutter als Verkäuferin. Im Jahr 1972 folgt die Tochter Katja, auch diese wird Verkäuferin und ist und Mutter einer Tochter. Sie wohnt heute mit der Familie beim Vater, so kann man sich bei Bedarf sehr schnell helfen und für Gemeinsamkeit ist auch gesorgt. Der rüstige Rentner treibt gern Sport und ist trotzdem ein ruhiger und ausgeglichener Mensch, am liebsten hat er es mit ehrlichen Menschen zu tun. Wenn er Rückschau auf sein Leben hält, denkt er vor allem an ein schönes und erfülltes Arbeitsleben zurück und ist stolz auf die Entwicklung seiner beiden Töchter. Gern und mit Dankbarkeit erinnert er sich an die Unterstützung, die er von seinen Großeltern erfahren hat. Herbert Priemer hält sich sehr gern und sehr oft in Bayern auf, doch seine sächsische Heimat möchte er nicht missen. In seinem Elternhaus haben bereits mehrere Generationen gelebt, was die Bindungskraft an den Ort seiner Herkunft natürlich auch erhöht. Bis zur Wende ist er in mehreren Sportvereinen tätig. Ärgern kann sich Herbert Priemer über den zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft, er vermisst den Zusammenhalt früherer Zeiten. Dies betrifft vor allem das damalige gute Verhältnis der Arbeitskollegen untereinander. Er wünscht sich, noch lange bei guter Gesundheit seinen Hobbys nachgehen, Auto fahren und im Garten arbeiten zu können. Trotz seines hohen Alters ist er immer noch sehr reiselustig und will noch sehr viel kennen lernen.
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