MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christine und Rainer Prager

„Frieden ist nicht alles. Aber ohne Frieden ist alles nichts.“ (Willy Brandt)

Christine und Rainer Prager

Sorgaer Str. 11
08529 Plauen
Fon: 03741 / 431177

Rainer Prager wurde 1936 in Plauen geboren. „Hier im Haus, ich war noch eine Hausgeburt...“ erzählt der Sohn eines Buchhalters und einer Klavierlehrerin – stolz darauf heute dieses Haus selbst zu bewohnen. 1942–1950 besuchte der junge Rainer die Schule, lernte dann im VEB Druckmaschinenwerk Plamag Plauen den Beruf Maschinenschlosser. Sein gesamtes Arbeitsleben blieb er im Betrieb tätig. Er arbeitete als Schlosser und Monteur im In- und Ausland, konnte dabei nicht nur sozialistische Länder bereisen, sondern war auch in Indien, Korea und anderen fernen Ländern eingesetzt. Er absolvierte die Meisterschule, schloss sie 1970 als Industrie-Meister ab. 1991 wechselte er in die Abteilung Technologie. 1996 nutzte er die Altersübergangsregelung und trat mit 60 Jahren in den Ruhestand. „Optimismus, Ehrlichkeit, Fleiß, Zuverlässigkeit“ zählt Rainer Prager, befragt zu seinen guten Eigenschaften, auf. Und Ehefrau Christine ergänzt „und Sparsamkeit“. Sie muss es wissen, denn diese Eigenschaften haben sie 1961 bewogen ihren Rainer zu heiraten. Und wenn er befragt dazu worauf er stolz ist sagt „auf unsere gute Ehe“, dann erkennt man, dass aus der damaligen Verliebtheit tiefe Bindung, Vertrauen und Partnerschaft erwachsen sind, die sich im alltäglichen Leben bewährt haben. Doch beide ergänzen auch zugleich, auf ihre Kinder Heike (Lehrerin) und Kerstin (Kinderärztin) und die beiden Enkel mindestens genauso stolz zu sein. Dass im Jahr 2019 ein „Windelprinz“ dazugekommen ist freut die frischgebackenen Urgroßeltern ebenso. „Do it yourself“ war stets bei den Pragers angesagt. Viel haben sie selbst gemacht. Dazu zählen auch die Arbeiten am Eigenheim und im Garten. Christine Prager wurde 1939 als Christine Grimm geboren. Ihre Mutter arbeitete in der Damenkonfektion, der Vater verdiente sein Geld als Berufskraftfahrer bei der Post. Das Mädchen Christeine lernte nach dem Abschluss der 8. Klasse den Drogisten-Beruf. In der DHZ Pharmazie (Deutsche Handelszentrale für Pharmazie- und Krankenhausbedarf wurde sie im Anschluss tätig, wechselte jedoch ein Jahr später als Mitarbeiterin in die Histologie der Pathologie des Plauener Krankenhauses. Von 1954–2000 hier tätig, trat sie danach in den Ruhestand. Sie ist ein Perfektionist, sagt ihr Mann erklärt weiter ihre Zuverlässigkeit, Strebsamkeit, Häuslichkeit und liebevolle Art zu bewundern. Nur eins bemängelt er lachend: „Sie pfuscht mir in den Garten rein....was ich als Pflanze gesät habe, reißt sie als Unkraut raus...“ Es ist ihm lieber, sie bleibt bei ihrem Hobby Handarbeiten. So viel Beschaulichkeit geht jedoch auch mit Nachdenklichkeit einher, wenn das Paar sich mit der Politik und dem Weltgeschehen befasst. „Wir haben den Krieg ja noch erlebt und auch Hunger gehabt....wir erinnern uns wie wertvoll eine Scheibe Brot war....hier wo der Lichtmast steht war ein Bombentrichter....“ berichten beide und bemängeln sorgenvoll „...jeder ist nur noch auf Geld bedacht...Versprechen werden nicht eingehalten..... es wird mit den Säbeln gerasselt...“ – Ergebnisse verfehlter Politik. 14-tägies Bowlen mit Freunden und Kollegen, Treffen mit Arbeitskollegen geben Möglichkeit sich mit anderen auszutauschen, gleichzeitig in Erinnerungen zu schwelgen und immer währende Gemeinschaft stets neu zu empfinden. Was in DDR-Zeit Camping und Segeln mit den Kindern an der Talsparre war, wurde nach der Wende mit Segeln auf dem Isselmeer fortgeführt. Eine unvergessliche Erinnerung, die bleibt! Gesund bleiben und Frieden auf der Welt – das sind die vordergründigen Wünsche der Pragers.
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