MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Manfred Pollog

„Ehrgeizig war ich schon immer!“

Manfred Pollog

Ingenieur für Maschinenbau i. R.
Gutenbergstr. 3
08468 Reichenbach
Fon: 03765 / 63192

Sport war und ist noch immer sein Leben. Kommt das Gespräch insbesondere auf Tischtennis, erscheint in seinen Augen ein Funkeln. Seit 1949 dieser Sportart verfallen, kann er unzählige Trophäen sein eigen nennen. Der frühere Kreismeister der Herren verzeichnet bis hin zu Seniorenausscheiden große Erfolge und obwohl über 80 Jahre alt, ist noch lange kein Ende in Sicht. Geboren wurde Manfred Pollog am 10.12.1934 in Breslau und wuchs mit zwei Brüdern auf. 1940 eingeschult, musste die Familie die Heimat verlassen und fand 1945 ihren neuen Lebensraum in Reichenbach. Sein letztes Schuljahr verbrachte er nach Scheidung der Eltern beim Vater in Stavenhagen, kehrte zu seiner Mutter zurück und absolvierte bei Fichtel & Sachs, dem späteren Reichenbacher Naben- und Kupplungswerk (Renak) ab 1949 seine Lehre zum Werkzeugmacher. Ein in Zwickau begonnenes Studium musste Manfred Pollog nach knapp zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen abbrechen und schloss es als Ingenieur für Maschinenbau über Abendschule ab. Ab 1954 bei der Renak als Messtechniker eingesetzt, veränderte sich sein Einsatzgebiet und bis 1992 war er in seiner Haupttätigkeit als Konstrukteur im Entwicklungsbüro beim gleichen Betrieb beschäftigt. Über eine Rentenübergangsregelung erreichte er den Ruhestand, in welchem es aufgrund seiner sportlichen wie ehrenamtlichen Aktivitäten eher weniger gedämpft zugeht und die Bälle nach wie vor über den grünen Tisch fliegen. Während seines ausgefüllten Lebens hätte Manfred Pollog als Hobbyautor gern ein Buch geschrieben. Zeit dafür fand er nie, schenkte seinen Feuereifer anstatt dessen dem Sport und nichts charakterisiert den Pensionär besser als seine eigenen Worte: „Ehrgeizig war ich schon immer!“ Neben unzähligen Spielen und Wettkämpfen ist Manfred Pollog seit 1966 ebenfalls als Funktionär ein bekannter Mann. Bis heute ist er Vorsitzender des Bezirkes Chemnitz im Tischtennis und gleichzeitig Vorstandsmitglied des Sächsischen Tischtennisverbandes. In seiner Jugend ebenfalls Schachspieler, kam er auch hierbei in Stavenhagen zu einigen Erfolgen. Ehrgeizig war er eben schon immer. Schaltet er das Fernsehgerät ein, kann auch hier natürlich nur eines laufen – Sport aller Art. Speziell beim Fußball kann er lautstark protestieren oder in Freudentaumel geraten. Manfred Pollog ist Vater zweier Kinder, hat zwei Enkel, ist seit 1973 in zweiter Ehe mit seiner Helga verheiratet und betreibt geistigen Sport beim Rätselraten, bevorzugt bei Sudoku in hohen Schwierigkeitsstufen. Auch hierbei kommt der Ehrgeiz ins Spiel. Marc Aurel umschrieb selbigen so: „Jeder ist nur so viel wert wie das Ziel seines Strebens.“ Und Manfred Pollogs erstrebenswerte Ziele sind immer noch hoch angesiedelt.
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