MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Dietmar und Gudrun Popp

Die Eisenbahn als Beruf und als Hobby

Dietmar und Gudrun Popp

Lokführer
Textilfacharbeiterin

08412 Werdau

Dietmar und Gudrun Popp sind seit dem 25. November 1972 verheiratet. Zur Familie gehören die Tochter Sandra, der Sohn David und ein Enkel. Der Sohn wohnt mit seiner Familie im Haus der Eltern. Dietmar Popp wird am 7. April 1951 in Werdau geboren. Der Vater ist Besitzer einer Ziegelei, in deren Gebäude wohnen die Popps heute. Die Enteignungswelle im Jahr 1972 trifft auch den Vater, die Schikanen gehen allerdings schon 1957, als das Unternehmen in einen Verbund mit anderen Betrieben hinein gedrängt wird. Nach der Schule erlernt Dietmar Popp den Beruf eines Industrieschmieds, diese Arbeit wurde sehr gut bezahlt. Bereits 1969, mit 18 Jahren, bringt er 1300 Ost-Mark nach Hause. Doch dieser Lohn hat seinen Preis. „Ich habe pro Schicht einen Kasten Selters ausgetrunken, ohne auf die Toilette gehen zu müssen“, erzählt Dietmar Popp. Die äußerst schwere körperliche Arbeit laugt ihn aus. Er leistet seinen Wehrdienst ab und entscheidet sich im Sommer 1973 für den Beruf des Eisenbahners. Er arbeitet als Lokheizer und in einer Werkstatt als Schlosser. Im Jahr 1979 besucht er zwölf Wochen die Lokfahrschule in Drebkau. Dann ist Dietmar Popp zunächst Anwärter. Während dieser Probezeit muss er vor allem seine Fähigkeiten, kleinere Störungen selbst und vor allem schnell zu beheben, unter Beweis stellen. Ausfälle und Havarien werden sehr penibel überprüft, da kann es auch schon passieren, dass ein Lokführer nicht mehr fahren darf. Doch Dietmar Popp schlägt sich mit Bravour, er besteht die Abschlussprüfungen, wird zunächst im Rangierdienst eingesetzt und ist von 1982–2012 Lokführer für alle Bereiche. Nach der Wende fährt er auch in die alten Bundesländer. Es wurden aber auch Kollegen dauerhaft nach dem Westen versetzt. Dietmar Popp bemängelt vor allem den Abbau von Sicherheitsvorschriften. „Heute wissen die Lokführer nicht einmal mehr, wo sie sind“, kritisiert er. Im Jahr 2010 beantragt er die Altersteilzeit. Seine Frau Gudrun wird 1954 geboren und erlernt nach dem Abschluss der achten Klasse den Beruf einer Textilfacharbeiterin. Nach der Geburt der Tochter im Jahr 1973 bleibt sie ein Jahr zu Hause und arbeitet anschließend in einer Stanzerei. Im Jahr 1983 kommt der Sohn zur Welt, 1991 schließt ihr Betrieb, seitdem ist sie aus dem Berufsleben ausgeschieden. Für Dietmar Popp ist der Beruf auch das Hobby. Er sammelt Modelle von Loks und besitzt eine umfangreiche Bibliothek mit Literatur zum Eisenbahnwesen. So hat er einen sehr guten und kritischen Blick dafür, wenn die Modelle nicht originalgetreu nachgebaut sind. Im DSL-Forum des Internets tauscht er sich mit anderen Eisenbahnfans aus. Dietmar und Gudrun Popp leben sehr gern in ihrer Heimatregion und wollen noch viele Jahre gemeinsam bei guter Gesundheit verleben.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz