MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Jürgen Portius

Erfolg heißt Erreichen eines Zieles

Jürgen Portius

Ingenieur für Holztechnik
07607 Eisenberg

Jürgen Portius hat einen Leitspruch: An der Zielstellung stetig arbeiten. Erfolg heißt für ihn Erreichen eines Zieles. Seine Jugend verbrachte er im heutigen Sachsen-Anhalt. In Granschütz, wurde er 1950 geboren. Nach 10jährigen Schulausbildung lernte er Holzmodellbauer. In seinem Lehrbetrieb, dem Paraffinwerk Webau, arbeitete er bis 1973, dann kam der Armeedienst. Der junge Mann verliebte sich und heiratete 1975 seine Frau Christel. Nach Beendigung deren Studiums machten sich beide auf die Suche nach einem gemeinsamen Arbeitsort und kamen 1976 ins Möbelkombinat nach Eisenberg, sie als Justitiar und er als Tischler im Vorrichtungsbau. Er wurde Mitglied der SED. Es begann ein weiterer Abschnitt im Leben von Jürgen Portius. Er steckte sich ein neues Ziel und absolvierte ein 5-jähriges Fernstudium als Ingenieur für Holz- und Elementebau in Dresden. Auf Grund seiner Leistungen erhielt er ab dieser Zeit das Vertrauen, als Meister Menschen in der Produktion anzuleiten und zu führen. Der volkseigene Betrieb fertigte Wohnraummöbel und Musikinstrumente, vorwiegend für den Export in die Sowjetunion. Er verstand es mit Menschen gut umzugehen. Deshalb wurde er als Vorsitzender der Betriebsgewerkschaftsleitung berufen und gewählt. Damit vertrat er die Interessen von ca.2000 Werktätigen und ca. 250 Lehrlingen im Möbelkombinat. Bis zur Wende verrichtete er diese Aufgabe mit ganzer Kraft und setzte sich für seine Kollegen ein. Mit der Wende und der Änderung der Strukturen im Unternehmen erhielt er ein neues Aufgabengebiet. Als Versandleiter arbeitete er sich schnell ein und kämpfte mit um das Fortbestehen der Möbelwerke am Markt. Es waren Jahre, geprägt von großem Engagement und Einsatzbereitschaft für das Unternehmen, wo er die umfassenden und vielseitigen Fachkenntnisse, die ihm von der Unternehmensleitung bestätigt wurden, zielgerichtet und sicher in der täglichen Praxis umsetzte. Auch im privaten Leben schufen sich Jürgen Pontius und seine Ehefrau eine solide Basis für ein glückliches gemeinsames Leben. Ihre Kinder nahmen einen erfolgreichen Weg. Doch 2007 musste der Insolvenzantrag für den Betrieb gestellt werden. Das bedeutete auch für ihn das Aus nach über 30 Jahren. Doch durch seine Willensstärke und mit seinem Organisationstalent übernahm er nach kurzer Arbeitslosigkeit als Galerist die Organisation von Veranstaltungen und Ausstellungen beim Eisenberger Kunstverein. Mit der Einbeziehung von Institutionen und Unternehmen und vielen Künstlern der Region gelang es ihm, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Die Arbeit mit den Menschen war ihm dabei wichtig und bereitete ihm Freude. Als die schöne Zeit im Kunstverein nach drei Jahren durch Auslaufen der Förderung der GFAW zu Ende war, beendete Jürgen Portius seine berufliche Laufbahn und ging aus gesundheitlichen Gründen in Rente. Er arbeitet aber weiterhin ehrenamtlich imVorstand des Kunstvereins mit und gibt aktive Unterstützung in der praktischen Arbeit. In seiner Freizeit liebt er die Arbeit am Haus und im Garten, hält sich fit durch sportliche Betätigung. Auf Tochter, Sohn und Enkeltochter ist er stolz.
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